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Sternstunde: Giotto di Bondene

17.02.2008 | 20:17 Uhr

Bönen. Giotto und der Arena-Kapelle in Padua ist die zweite Sternstunde der Malerei im Kulturzentrum Alte Mühle gewidmet.

Nach den Fresken auf der Insel Reichenau präsentiert Kunsthistoriker Frank Scheidemann am Dienstag, 19. Februar, um 20 Uhr, einen Künstler des Mittelalters. Giotto di Bondone überwand als erster den starren Formenkanon der Malerei seiner Zeit. Er bemühte sich, seine Bildfiguren in eine visuell nachvollziehbare, natürlich anmutende Räumlichkeit einzuschreiben. Giotto faszinierte die im Raum agierende menschliche Figur, ihre physischen Bewegungen und der Ausdruck ihrer psychischen Spannungen. All das versuchte er in seiner Kunst umzusetzen.

Giottos revolutionäre Neuerungen, die Entdeckung der Dreidimensionalität und der vollrunden, monumentalen Bildfigur, der natürliche Rhythmus seiner Bilderzählungen machten Schule. Ein reicher Kaufmann aus Padua gab 1300 den Bau eines neuen Palastes mit Kapelle in Auftrag. Die Ausschmückung mit Fresken übertrug er Giotto. Diese Fresken stellen heute das reifste Werk Giottos dar und sind ein wichtiger Markstein der abendländischen Kunst.

Zu diesem Informationsabend ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

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