Schacht III auf Leinen gezogen
25.05.2012 | 17:21 Uhr 2012-05-25T17:21:00+0200
Bönen. Erneut konnte ein kaum zu bezahlender Schatz aus der in Bönen über 82 Jahre andauernden Bergbaugeschichte geborgen werden.
Erneut konnte ein kaum zu bezahlender Schatz aus der in Bönen über 82 Jahre andauernden Bergbaugeschichte geborgen werden. „Ausgegraben“ hat das auf Leinen gezogene Großformat, das den aufstrebenden Schacht III auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Königsborn in Altenbögge zeigt, Heinz-Friedrich Schlockermann – und das in seinem eigenen Haus an der Fröndenberger Straße.
Denkmal der Industriekultur
Jetzt übergab der Ortsheimatpfleger von Bramey/Lenningsen/Flierich den wertvollen Fund an Günter Wagner. Der Vorsitzende des Fördervereins Zeche Königsborn III/IV e.V. versicherte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Das Werk wird in unserem begehbaren Denkmal auf der Museumsbühne im Förderturm einen Ehrenplatz erhalten.“ Aktuell sind die Verantwortlichen des Vereins dabei, ein einzigartiges Denkmal der Industriekultur einzurichten, das schon über zahlreiche Funde und Stiftungen, auch von mehreren Privatleuten verfügt, optisch zu ordnen und übersichtlich zu gestalten.
Schacht III hat in der Geschichte der Zeche Königsborn und der Gemeinde eine wesentliche Rolle eingenommen. Die Abteufe in Altenbögge direkt neben der Eisenbahnlinie Unna-Hamm begann am 18. Juni 1899. Ein idealer Standort. Die Eisenbahn zum Abtransport der Kohle und als Zulieferer für das Grubenholz.
Die Nähe der Rexe und der Seseke als Lieferant für Wasser und gleichzeitig auch für die Entsorgung der Grubengewässer. Außerdem lagen hier die mächtigen Flöze für den Abbau hier besonders günstig. Im Jahre 1901 wurde direkt neben Schacht III dann Schacht IV geteuft.
Stillgelegt wurde die Schachtanlage 1981. Aus der Zeit des Steinkohlen-Bergbaus in Bönen-Altenbögge übrig geblieben ist nur der historische Förderturm an der Zechenstraße, der sich seit der Gründung des Fördervereins am 24. November 1999 zu einem viel beachteten Denkmal der Industriekultur entwickelt hat.
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Das Bild im Detail ganz genau zu betrachten lohnt sich auf alle Fälle. Sie finden es auf der Homepage des Fördervereins Zeche Königsborn III / IV unter "Improvisation ist alles". Viel Spaß wünsche ich allen Betrachtern beim "Aha" Effekt. :-)