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Biennale für Lichtkunst

"Locking badword" bei Eickhoffs

14.04.2010 | 17:51 Uhr

Bönen. Vor gut zwei Wochen haben zehn Bönener Familien ihre „öffentlich-privaten" Ausstellungen im Rahmen der weltweit ersten Biennale für Internationale Lichtkunst eröffnet. Mit dabei sind auch Jutta und Heinz-Günter Eickhoff.

Seit dem haben viele hundert Besucher die Gemeinde im östlichen Ruhrgebiet aufgesucht, um sich an den Kunstwerken in den Wohnstuben der heimischen Gastgeber zu erfreuen.

Viele von ihnen haben den Weg aus der nahen Umgebung hierher gefunden. Auch Bönener Bürger haben sich in den Häusern ihrer Nachbarn umgesehen.

Zahlreiche Lichtkunstinteressierte sind aus ganz NRW angereist. Einige aus der gesamten Republik. Sogar aus dem dem Ausland haben Menschen den Weg hierher gefunden.

Holländer, Dänen und Engländer waren in Bönen, um beim „open light in private spaces” dabei zu sein. Ein Teil von ihnen ist sogar mit der Bahn angereist. Andere Besucher wiederum holten sich Anregungen für eigene Ausstellungen.

So auch das junge Künstlerpaar aus Amsterdam, das alle Bönener Aussteller aufsuchte. „Vielen merkt man an, dass sie künstlerisch angehaucht sind”, hat Jutta Eickhoff ausgemacht, die uns ihre bisherigen Eindrücke in ihrer Wohnung schildert.

Einige wollten offensichtlich aber nicht nur das Kunstwerk sehen, sondern schauten sich ganz intensiv in den Wohnungen um. Offensichtlich möchte der ein oder andere gerne sehen, wie die Menschen, die ihre Zimmer für das Projekt öffnen, leben und wohnen.

Viele, die sich bisher dem Hause von Jutta und Heinz-Günter Eickhoff an der Van-Galen-Straße 1 näherten, hielten bereits vor dem Eingang inne, glaubten dort im Vorgarten das „Objekt der Begierde” entdeckt zu haben.

Dabei handelte es sich doch nur um die herrlich blühende und mit Osterschmuck versehene Stern-Magnolie. Im Wohnzimmer erwartete die Besucher aus nah und fern das eigentliche Kunstwerk, das Projekt „Locking badword 2007”, das der Lichtkünstler Christian Andersson geschaffen hat.

Er lebt und arbeitet in Stockholm. Sein Kunstwerk steht in einer großen, fest installierten Glasvitrine, in der ein Scheinwerfer auf ein Buch, das kein Schatten wirft, ausgerichtet ist. Der Rest soll wohl der eigenen Phantasie überlassen bleiben.

„Christian Andersson beschäftigt sich gerne mit mythischen Dingen”, deutet Jutta Eickhoff unsere leichten Zweifel an dem Kunstwerk. Die Besucher müssten geduldig schauen und Phantasie entwickeln, um so das Werk zu entschlüsseln. „Locking badword” hat sonst seinen festen Platz in der Galerie Nordenhake in Berlin/Potsdam und in Stockholm.

Apropos Besucher: „Es könnten durchaus mehr sein”, sagt die Gastgeberin. Am Dienstag nach Ostern hätten gerade einmal vier Personen bei ihnen angeschellt und um Einlass gebeten. Angekündigte Lichtbusse wären überhaupt noch nicht vorgefahren. Jutta Eickhoff, die gemeinsam mit ihrem Gatten Heinz-Günter auch als Volunteer („Das können wir beiden gut koordinieren.”) fungiert: „Ein wenig mehr Werbung würde der Veranstaltung sicherlich gut tun.” Bisher fühlen sich die Eickhoffs in ihrem persönlichen Rhythmus nicht beeinträchtigt. „Gut, man muss alle zwei Tage zuhause sein”, sagt Jutta Eickhoff. Aber das hätten sie und ihr Mann ja auch schon vorher gewusst.

Friedrich Westerhoff

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Kommentare
19.05.2010
01:26
Blockierter Kommentar.
von groove68 | #1

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