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KiK räumt eigene Fehler ein

03.08.2010 | 19:55 Uhr

Bönen.Kik will offenbar heraus aus negativen Schlagzeilen und tritt die Flucht nach vorn an. Die KiK Textilien & Non-Food GmbH mit Sitz in Bönen räumte gestern in Presseerklärungen Fehler ein. Mit einem neuen Nachhaltigkeitsmanagement und einem neuen Geschäftsführer will das Unternehmen reagieren.

KiK hat Dr. Michael Arretz als neuen Geschäftsführer berufen. Er wird ab sofort unter anderem die Bereiche Unternehmenskommunikation und Qualitätssicherung verantworten. „Mit Dr. Arretz haben wir einen Manager verpflichtet, der mit seinen Erfahrungen wichtige neue Impulse bei KiK setzen wird“, betont der Vorsitzende der Geschäftsführung, Stefan Heinig.

KiK war wiederholt in Medien und auch vor Gericht der Zahlung von Dumpinglöhnen beschuldigt worden. Im Oktober 2009 hatten Aktivisten einer internationalen Kampagne für saubere Kleidung vor dem Firmensitz in Bönen demonstriert. Der NDR warf KiK vor, Arbeiter in der dritten Welt unter unwürdigen Bedingungen für sich arbeiten zu lassen.

KiK verweist auf das schnelle Unternehmenswachstum der Vorjahre. „In der starken Wachstumsphase haben wir uns ganz auf unser Kerngeschäft konzentriert und sicher Fehler gemacht“, heißt es in einer Presseerklärung. Dies bedaure man außerordentlich und habe erste Schritte eingeleitet.

Zu denen gehört die Benennung von Dr. Michael Arretz. Das Unternehmen betont, die Berufung sei ein Signal dafür, dass KiK sich durch eine „verstärkte soziale und ökologische Verantwortung sowie durch eine offenere Kommunikation nach außen besser positionieren will.“

Arretz war vor seinem Wechsel zu KiK als alleiniger Geschäftsführer der Systain Consulting GmbH in Hamburg tätig, einem Tochterunternehmen der Otto Group. Im Mittelpunkt seiner Arbeit habe die Organisation nachhaltiger Lieferketten sowie der Aufbau eines systematischen Umwelt- und Sozialmanagements für diverse Handelsunternehmen gestanden, teilt das Unternehmen mit. In dieser Funktion sei er seit 2007 auch für KiK aktiv gewesen..

„Ich habe das Unternehmen KiK als extrem offen kennengelernt. Offen für Neues, für Veränderungen. Diese Energie möchte ich nutzen, um gemeinsam mit Kollegen und Partnern KiK zu einem führenden Handelsunternehmen in Sachen Nachhaltigkeit zu machen“, so der 49- jährige Arretz selbst.

Klaus-Peter Wolter

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Kommentare
23.08.2010
14:22
KiK räumt eigene Fehler ein
von Platz | #5

Und was ist mit den anderen Unternehmen von dem Typen ???Tedi z.b. ??? Kriuegen die auch mehr Kohle ???

14.08.2010
22:25
KiK räumt eigene Fehler ein
von Waldmeister | #4

Kik macht 1,2 Millarden Umsatz im Jahr , und wer profitiert von dem Umsatz ?

08.08.2010
15:29
KiK räumt eigene Fehler ein
von J. Ludwig | #3

Irgend etwas muss ja KIK tun, um das Image nicht ganz in den Keller sausen zu lassen. An der menschenverachtenden Praxis wird dies aber bestimmt nichts ändern, wetten??


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin tief getroffen und regelrecht schockiert über das Verhalten, dass das KIK Unternehmen an den Tag legt. Durch die gezeigte Reportage in der ARD - die zugegebenerweise aber berechtigt! - sehr persönlich wurde - bin ich bestürzt über das menschenfeindliche und verantwortungslose Verhalten der KIK-Geschäftsleitung, allen voran Geschäftsleiters Stefan Heinig. Gemäß der Geschäftsphilosophie billig billig billig zuzusehen, wie auf Ihre Kosten Menschen verarmen bis hin zum Tod und sich dennoch nicht einmal zu fein sind, auf Kritik einzugehen, macht mich als Kunden stinksauer.
Ich hoffe, es wird in Zukunft weitere deutschlandweite Kampagnen gegen Ihr ausbeuterisches Unternehmen geben.

Ich verachte zutiefst Ihre Praxis der Pressestelle, Anfragen konsequent fernzuhalten, Ihre Selbstdarstellung durch Werbefiguren wie Verona Pooth oder Jürgen Drews, die herablassend arrogante Belächelung des Geschäftsleiters Stefan Heinig, wo selbst Menschenleben nichts mehr zählen.

Ich werde in Zukunft KIK boykottieren und in meinem Freundeskreis (ich erreiche durch meine Publikationen deutschlandweit Tausende) vor den menschenverachtenden Praktiken bei KIK aufklären und warnen.
Es gibt Gerechtigkeit, auch in Deutschland.

08.08.2010
09:23
KiK räumt eigene Fehler ein
von Sascha | #2

Die ganze KIK Story vom ARD

http://www.youtube.com/watch?v=e2L8N6uNxW4

05.08.2010
11:41
KiK räumt eigene Fehler ein
von ernstaugust | #1

interessant, dass erst nach massivem druck aus der öffentlichkeit eine reaktion erfolgt. es wird also ein neuer schönschwätzer für die öffentlickeitsarbeit verpflichtet, allerdings verhindert das unternehmenskonzept, billigst waren auf den markt zu werfen, eine ernsthafte verbesserung der bedingungen. ich werde solche läden konsequent meiden und mich als kunde an die unternehmen wenden, die nachgewiesen verantwortlich mit menschen und ressourcen umgehen.

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