Industrie-Denkmal dient als Kulisse für Theater-Klassiker
28.05.2008 | 21:06 Uhr 2008-05-28T21:06:29+0200Bönen. Ein starkes Stück Industrie-Geschichte als Kulisse für einen Klassiker: Im und am Bönener Zechenturm präsentiert eine junge Theatertruppe aus Hilden die Tragödie "Romeo und Julia".
"Shakespeare im Revier" heißt ein Projekt des "Aktuellen Forums nrw". Dafür haben Jugendliche des "jobtrain"-Projektes Hilden mehrere Wochen geprobt.
Die Theaterpädagogin Jessica Höhn und der Choreograph Chris Greifenbach verfolgen das Ziel, auf die Aktualität des Shakespeare-Klassikers und die Besonderheiten der Industriekultur aufmerksam zu machen. Dabei wurden vor allem die Ideen und Gedanken der Jugendlichen mit in die Inszenierung einbezogen. Die Aufführung auf dem Zechengelände ist verbunden mit der Frage "Warum lebst Du im Revier? Warum hier und nicht woanders? Möchtest Du hier Deinen Romeo oder eine Julia finden?"
Die Romantik des Stücks soll sich mit der besonderen Atmosphäre des Zechengeländes verbinden. Aus dem Sterben der Steinkohle entsteht und entwächst etwas Neues. Die Jugendlichen bekommen an ihrem Projekttag die Möglichkeit, das Gelände in und um die Zeche herum zu entdecken und ihre Spielorte festzulegen. "Wo wird Julia das erste Mal auf ihren Romeo treffen? Wo wird der Kampf zwischen den verfeindeten Familien stattfinden?"
Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens schreibt das Aktuelle Forum NRW in diesem Jahr einen Wettbewerb zum Thema "Revier Version 2.0 - Meine Welt der Möglichkeiten. Visionen für ein Ruhrgebiet der Zukunft" aus. Neben anderen Projekten wird auch das Tanztheaterprojekt "shakespeare im revier" am Wettbewerb teilnehmen. Der Medienpädagoge Oliver Schneider begleitet das Projekt mit seiner Videokamera.
Die Aufführung des Shakespeare-Stücks auf dem Zechengelände beginnt am Dienstag um 15 Uhr geplant. Interessierte Zuschauer sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit den Spielern und der künstlerischen Leitung.
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