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In der Kabine sind alle gleich

31.10.2012 | 17:54 Uhr
In der Kabine sind alle gleich
Heike Regener erklärt Paul (10) den Ablaufplan vor dem Anstoß.Foto: Stefan Wever

Bönen. Stufe für Stufe herab auf der Treppe. Der Puls schnellt in die Höhe, das Herz schlägt lauter. Dem schwarzen PVC-Boden weicht ein grüner Filzuntergrund. Die Neonröhren leuchten den Weg durch den Spielertunnel.

Die Geräuschkulisse von über 80 000 Fußballfans gemischt mit dem Vereinslied von Borussia Dortmund dringen langsam und immer lauter in die Ohren. Ein letztes Mal tief durchatmen und der letzte Schritt aus dem Tunnel auf den grünen Rasen. Ein unbeschreibliches Gefühl für jeden Fußballer – und 33 Mitglieder des BVB-Fanclubs „Generation Spielkultur – Bönen“ kamen dem nun sehr nahe.

Einen Tag vor dem Revierderby gegen den ungeliebten Nachbarn lernten die Fans das Westfalenstadion in einer zweistündigen Führung abseits der Tribüne kennen. Gästeführerin Heike Regner bot Einblicke in das schwarz-gelbe Herz.

Stopp am heiligen Rasen

An der Schwelle zum „heiligen Grün“ war jedoch Halt angesagt. „Wer auch nur einen Fuß auf den Rasen setzt, bekommt von mir die Rote Karte und das bedeutet Führungsabbruch für alle“, mahnte Heike Regener gleich zu Beginn der Führung. Doch wer sich an die Spielregeln der Gästeführerin hielt, den erwartete ein sympathischer sowie humorvoller und mit Informationen gespickter Rundgang. „Sie haben wirklich Glück und einen besonderen Zeitpunkt erwischt. Am Abend vor einem Heimspiel erleben Sie das Stadion in wunderschöner Atmosphäre und speziell beleuchtet“, schürte Heike Regner schon im Voraus die Erwartungen der Fanclubmitglieder. Doch bevor es Richtung Rasen ging, besuchte die Truppe die Logen innerhalb des Stadions. Dabei sollten die Bönener schon wieder das Glück gepachtet haben. Nur einige Meter weiter stand Stadionsprecher Norbert Dickel für einen Livedreh eines Fernsehsenders bereit und somit bekamen die Fans ihren Helden von Berlin direkt zu Gesicht.

In der Loge mit Sicht auf das Stadion Rote Erde versetze Regener die Besucher zurück in das Jahr 1963, in dem Borussia mit 5:0 gegen Benfica Lissabon in jenem Stadion gewann. Nach einem Gang über die Osttribüne und damit ersten verbundenen Blicken ins Herz des Stadions, ging es weiter in die Mixed Zone, wo die Interviews nach dem Spiel aufgezeichnet werden. Welche Floskeln dabei immer gehen, das teilte Spieler Kevin Großkreutz per Video mit. „Ich freue mich über meine Leistung, aber wichtig ist, dass die Mannschaft gewonnen hat“.

Nach weiteren Einblicken in ein Schiedsrichterleben und den Ablauf einer Dopingkontrolle ging es in die Umkleidekabine der Gäste. „Die Heimkabine ist leider schon für das Derby bestückt, daher müssen wir ausweichen. Stellt mir hier ja keinen Unsinn für die Gäste aus Gelsenkirchen an“, mahnte Gästeführerin Regner mit einem zwinkernden Auge. Der 26-jährige Bönener Martin Freitag wunderte sich dabei über die normalen Umkleiden: „Abgesehen von einem kleinen Schwimmbecken ist hier nichts Exklusives zu finden. Fast wie die Umkleiden der Bönener Sportvereine“.

Kickern zumAbschluss

Auch ein Einblick in die Überwachungsstation der Stadionpolizei sowie der beiden Gewahrsamszellen blieben bei der Stadiontour nicht aus. Doch ohne einmal selbst gegen das Leder gekickt zu haben, konnte keiner der Bönener nach Hause gehen. Somit endete die Stadionführung bei einem Kickerspiel und Torwandschießwettbewerb.

Und auch die Kicker-Verlierer waren sich einig: „Ein toller Ausflug.“

Stefan Wever

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2012-10-31 17:54
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