Filmschaffen der DDR wird in der Mühle gezeigt
01.01.2012 | 16:13 Uhr 2012-01-01T16:13:00+0100
Bönen.Das (Kultur-)Jahr 2012 fängt gut an. Mit einem Ereignis, das sicher nicht nur von den Kunstbeflissenen in der Gemeinde und nahen Umgebung wahrgenommen werden wird. In der Alten Mühle beginnt am 15. Januar unter dem Titel „Freiheit und Zensur – Filmschaffen in der DDR“ eine Ausstellung, die es in dieser Form im Ausstellungsraum in Bönen noch nie zu sehen gab.
Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion werden jüngere deutsche Geschichte und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Die Ausstellung wird von einem Paket von Filmen begleitet. Darunter befinden sich Klassiker wie „Spur der Sterne“ und „Die Mörder sind unter uns“, die im Rahmen zweier separater Filmabende in der Mühle zu sehen sein werden. Die großformatigen Fotos, die der Kamener Künstler David Anton Noll in Berlin gemacht hat, sind bereits eingetroffen. Die Filmdokumente sind auch schon da. Eigentlich könnte es schon morgen bereits losgehen. Doch die Besucher müssen sich noch ein wenig gedulden.
Eine offizielle Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 21. Februar 2012 im Kulturzentrum an der Bahnhofstraße zu sehen sein wird, findet nicht statt. Was aber interessant erscheint: Die Filme können bei der VHS Kamen-Bönen ausgeliehen werden. Ein Informationsblatt dazu erhalten die Interessierten ebenfalls in der Alten Mühle. Annemarie Berg, Pädagogische Mitarbeiterin der VHS: „Die Werke über das Filmschaffen in der DDR eigenen sich besonders für Kinder, Jugendliche und Schulen, wird in ihnen doch die jüngere deutsche Geschichte von 1946 bis 1990 erzählt und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt.“
Einen wesentlichen Beitrag zur Ausstellung „Freiheit und Zensur – Filmschaffen in der DDR“ leistet der Kamener Künstler David Anton Noll, der in 2008 viel zu früh in seiner Heimatstadt verstarb. Der Kamener studierte Kunst in Salzburg. Er lebte zehn Jahre mit seiner Gattin Gerlinde, die sich ebenfalls als Künstlerin einen Namen erworben hat, in Berlin. Dort hat er auch in unregelmäßigen Abständen Graffitiwerke, die die Mauer zierten, fotografiert. Mehrere dieser Fotos werden in der Ausstellung in Bönen zu sehen sein.
0mitdiskutieren