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Ermelingschule

Eine Herzensangelegenheit

10.02.2012 | 15:28 Uhr
Eine Herzensangelegenheit
Zeitzeuge. Der Lenningser Otto Schröder unterrichtete von 1955 bis 1980 an der Grundschule an der Ermelingstraße. Er wird am 25. April 2012 als Ehrengast erwartet. Einen Tag später kann der ehemalige Lehrer und Verfasser der Schulchronik seinen 94. Geburtstag feiern

Lenningsen.   Die Ermelingschule, Bönens älteste Schule, feiert Geburtstag: Vor 50 Jahren wurde hier zum ersten Mal unterrichtet. Anlässlich des Jubiläums suchen die Verantwortlichen jetzt ehemalige Schüler, die die Einweihung der Schule noch miterlebt haben.

Die Ermeling-schule, Bönens älteste Schule überhaupt, befindet sich in einem ständigen Überlebenskampf. Doch wenn es einen Grund zum Feiern gibt, dann wird dieser wahrgenommen. Das ist gut so.

Und allen Grund dafür gibt es auch; denn vor 50 Jahren, am 25. April 1962, konnte in einem damals sehr modernen Komplex der Schulunterricht aufgenommen werden. Anlass für die Verantwortlichen, eine Feier zu planen – und die beginnt genau fünf Jahrzehnte später morgens um 10 Uhr.

Schulleiter Günther Dieckmann, seit 1996 an der Spitze der Grundschule: „Es gibt uns. Die Ermelingschule hängt uns allen, die direkt und indirekt damit zu tun haben, am Herzen. Das wollen wir an diesem Morgen auch bewusst unter Beweis stellen.“ Noch sei man in der Planung, doch Ideen, wie das Fest aussehen könnte, die gäbe es reichlich, sagt der 61-Jährige.

Fest stehe, dass der ehemalige Schulleiter (von 1955 bis 1980), Otto Schröder, als Zeitzeuge eingeladen würde, der nur einen Tag später, also am 26. April 2012, seinen 94. Geburtstag feiern könne. Otto Schröder ist auch der Verfasser der viel beachteten Schrift „150 Jahre Ermeling-schule – Beiträge zur Schulgeschichte des damaligen Kirchenspiels Flierich“. Auf der Suche befände man sich noch nach ehemaligen Schülern und Schülerinnen, die zum Zeitpunkt der Einweihung der neuen Gebäude damals die Ermelingschule besucht hätten. Auch eine Ausstellung sei geplant.

Altes Gebäude wurde 1972 abgebrochen

Zur Entwicklung des Neubaus der Schule vor 50 Jahren. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Schülerzahl beträchtlich. 1947/48 waren es 170; im Schuljahr 1962/63 wurden 150 Schüler gezählt, die in vier Klassen unterrichtet wurden. Da das Schulhaus in keiner Weise dafür eingerichtet war und auch nicht mehr den pädagogischen Ansprüchen der Zeit entsprach, begannen die Verantwortlichen schon im Jahre 1957 einen modernen Schulneubau zu planen, der dann in den Jahren 1960/62 errichtet werden konnte und mit Schulbeginn am 25. April 1962 der Unterricht aufgenommen wurde.

Die damaligen Baukosten betrugen 372 000 DM für das Schulgebäude mit seinen vier Klassenzimmern, der Pausenhalle sowie den Nebenräumen. 28 000 DM betrug der Preis für die Einrichtung, und 34 000 DM für die Außenanlagen.

Das 1874 bezogene, von Linden beschattete alte Schulhaus hatte nach fast 100 Jahren seine Aufgaben erfüllt. Es wurde 1972 abgebrochen.

Friedrich Westerhoff

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