600 Arbeitsplätze auf der Kippe
12.11.2009 | 18:05 Uhr 2009-11-12T18:05:00+0100Bönen. Über 600 Beschäftigte der DW Logistics im Gewerbegebiet am Mersch in Bönen fürchten um ihre Arbeitsplätze. Denn am Mittwoch meldete DWL-Geschäftsführer Michael Degen in Frankfurt Insolvenz an. Zum Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau bestellt.
Nach der Insolvenz der ebenfalls zum Konzern gehörenden Warenhauskette Woolworth hatte sich die DWL als Warenversender und Logistik-Drehscheibe zunächst über Wasser gehalten und zuletzt Kurzarbeit gefahren. Die Auftragslage, die durch die Schließung eines Großteils der 311 Woolworth–Filialen ohnehin nicht rosig war, hatte sich zunehmend verschlechtert. „Insofern hat uns das jetzt nicht wirklich überrascht”, sagte Betriebsratsvorsitzender Arno Schubert gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.
Zwar mit „Bauchschmerzen”, aber gelassen reagierte Michael Danneborn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG), auf die Nachricht: „Eine Insolvenz muss nicht zwangsläufig auch das Todesurteil sein. Wir hoffen, dass der Insolvenzverwalter ein Sanierungskonzept entwickelt, das tragfähig ist. Unsere Hilfe haben wir angeboten.”
Zunächst aber wird sich Dr. Bernsau einen Überblick darüber verschaffen müssen, ob eine Fortführung des Unternehmens überhaupt möglich ist.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun um ihre Existenz bangen, ist die Entwicklung umso bitterer, als sie in der Vergangenheit alles getan haben, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Selbst zu finanziellen Einbußen waren sie bereit.
Liquidität ist
vorerst gesichert
Insolvenzverwalter Dr. Georg Bernsau leiterte gestern eine Betriebsversammlung in Bönen, bei der er der Belegschaft Hoffnung machen konnte: „Die Liquidität ist zurzeit gesichert. Bis zum 31. Januar sind auch die Gehälter vorfinanziert.” Ob es eine Perspektive über den 31. Januar hinaus gebe, müssten die nächten Wochen zeigen. „Viel hängt davon ab wie es bei DWW weitergeht”, meinte Bernsau. „Mit Woolworth gibt es viellecht eine Chance, ohne Woolworth wird es schwierig!” Er habe den Eindruck, dass „die Belegschaft in Bönen Leid gebrüft, aber sehr engagiert” ist. Das sei gut, zu wissen.
Bönens Bürgermeister Rainer Eßkuchen hofft mit den DWL-Mitarbeitern auf eine Fortführungsperspektive: "Logistik hat immer eine Zukunft." Unabhängig davon werde die gemeinde alles tun, um das Gewerbegebiet attraktiv zu halten. "Dazu gehört auch, dass wir die Gewerbesteuer trotz angespannter Haushaltslage nicht erhöhen wollen."
23:47
zu zeit sieht es mit der woolwoth ja nicht mehr so schlecht aus was mann in mom liest.aber was is mit der DWL jetzt ???
09:24
Es kommt noch dicker. Wartet ab, was im Januar und Februar 2010 im Indu-Park passieren wird.
Woolworth war nur der Anfang.
08:23
erst zieht man die arbeitsplätze aus anderen städten ab, dann fließen die fördermillionen und nun kriegen die umliegenden städte die arbeitslosen aus dem strukturgewandelten bönen quasi als ausgebrannte brennstäbe zur hartz 4-aufbereitung wieder zurück. und weil alles so schön logistisch ist, wird gleich hinter der autobahn der nächste irrsinn auf hammer stadtgebiet geplant.
01:25
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15:18
Kommt mal nach Welser Profile , so ein Palzhoff würde auch gerne alle Leute rauswerfen .
13:22
Schlecht für den Logistikstandort Bönen. Es soll wohl noch weitere Unternehmen in den nächsten Wochen treffen. Von einem Unternehmen liegen Informationen vor, dass der Standort Bönen geschlossen wird.
09:44
Ja, genau so wie bei DHL !!!
18:56
ich hoffe nur das wir das überstehn werden !!!!