Zwischen Wahn- und Irrsinn: Paul Panzer erklärt uns die Welt

Paul Panzer begeistert bei seinen Auftritten in Bochum.
Paul Panzer begeistert bei seinen Auftritten in Bochum.
Foto: Jakob Studnar
Was wir bereits wissen
Der Comedian Paul Panzer füllt mit seinem Programm „Invasion der Verrückten“ zweimal den Ruhrcongress in Bochum.

Bochum.. Dass wir alle einen Dachschaden haben, ist für Paul Panzer eine unumstößliche Tatsache. „Die Frage ist nur: Regnet’s schon rein?“, fragt sich der komische Mann im Blümchenhemd und wähnt sich inmitten einer „Invasion der Verrückten“. Paule marschiert auf dem Irr-Weg ganz vorne mit – zur Freude seiner Fans, die dem Comedian in Bochum zwei ausverkaufte Gastspiele bescherten.

Das gelang zuletzt nur den Ehrlich Brothers: 3000 Besucher füllten den Ruhrcongress sowohl im November als auch beim Zusatztermin am Wochenende.

Ein langer Weg

Dieter Tappert (so heißt Panzer mit bürgerlichem Namen) ist oben angekommen. Der Weg war lang. Nach Schweißerlehre und Pädagogikstudium hatte sich der Dürener mit Scherzanrufen im Radio einen Namen gemacht. Skurrile Erzählungen, grammatikalische Grausamkeiten und ein zischender Sprachfehler vereinen sich bei dem 44-Jährigen zum Gesamtkunstwerk. Paul lästert über den dicken Sohn Bolle und die grenzdebile Gattin Hilde. Mit Geschichten aus dem gut-, besser: spießbürgerlichen Alltag besetzt Tappert eine Nische zwischen der Proll- und Feingeistfraktion der deutschen Lachnummern. Sein neues Programm gerät mitunter zur Gesellschaftskritik.

Fans sind begeistert von Paul Panzer

Wohltuend unaufgeregt erklärt er uns die Welt. Und sei es aus der Perspektive des vereinsamten Opas, der ständig aus dem Fenster guckt und in der Nachbarschaft „Windows 24“ genannt wird. Der Wahn- und Irrsinn, er tobt mitten unter uns. Panzer wird zum Philosophen und verabschiedet sich zusehens von seinem Nonsens-Image. Den Fans gefällt’s irre gut.