Zeltfestival Ruhr: Man höre und genieße
18.08.2008 | 06:53 Uhr 2008-08-18T06:53:00+0200
Bochum. Beim Zeltfestival Ruhr stehen nicht nur die Auftritte von Promis wie Jan Delay oder den "Fanta 4" im Mittelpunkt. Auch kulinarisch sollen den Besuchern viele Köstlichkeiten auf die Gabel kommen: "Das wird keine Bockwurst-Arie." Start ist am 22. August.
Sein Traum von einem Musikfestival am Kemnader See muss gewaltig gewesen sein, und jetzt steht Heri Reipöler (Mit-Erfinder von Bo-Total) unter dem riesigen Sechs-Mast-Zelt, das unter seiner Leitung hier errichtet wurde, und schaut ziemlich zufrieden drein. "Wir sind guter Dinge", lächelt er - gleichwohl wissend, dass ein solches Vorhaben die Kräfte seines ganzen Teams bis an ihre Grenzen treibt. Mitten auf der grünen Wiese ein kleines Dorf aus 30 Zelten zu errichten, in das jede Kleinigkeit aufwändig hinein geschafft werden muss, ist fürwahr ein Herkules-Job.
Ein Team aus 100 Servicekräften - vom Küchenchef bis zum Spül-Boy - kümmert sich allein ums kulinarische Wohl. 250 Meter Theke, vier Kühl-LKW, 15 Tonnen Küchengeräte, 20 000 Teller und 10 000 Gläser gilt es, zum Kemnader See zu karren. "Hier steht wohl das größte Open-Air-Restaurant im Ruhrgebiet", meint Lukas Rüger. Sechs Gastronomen aus Bochum und Umgebung sind mit von der Partie, die Speisekarte kann sich sehen lassen: Von gebeiztem Lachs (5 Euro) über Kalbsgeschnetzeltes (7,50 Euro) oder Tapas (ab 2,50 Euro) bis zur Gourmet-Currywurst (2,50 Euro) ist alles dabei, was mundet. "Wir legen viel Wert auf Qualität", sagt Rüger. "Das wird keine Bockwurst-Arie."
Risikobereitschaft der Veranstalter
Das rund 20 000 qm große Areal teilt sich in mehrere Bereiche auf: In einem riesigen und einem etwas kleineren Zelt finden die Konzerte, Lesungen, Comedy- und Kinderprogramme statt. Daneben gibt es den vielfältigen Bereich der Gastronomie sowie einen Kunsthandwerksmarkt, einen Zirkusworkshop - und sogar die Möglichkeit, bei Massagen und Yoga zu entspannen.
Die Besucher sollen sich wohl fühlen: egal, ob sie für die prominent besetzten Konzerte einiges an Eintritt haben springen lassen - oder einfach nur Lust haben, beim Zeltfestival einen netten Abend bei Speis' & Trank zu erleben. Dann beträgt der Eintritt nur einen Euro, der zudem auf das erste Getränk angerechnet wird.
Das Konzept ist nicht neu. In München existiert das sogenannte "Tollwood"-Festival seit 25 Jahren: "Bei denen haben wir etwas abgeschaut", meint Heri Reipöler. Kulturdezernent Michael Townsend, der vor 17 Jahren im Kreis Siegen-Wittgenstein ebenfalls ein erfolgreiches Musikfestival aus der Taufe hob ("Kultur Pur"), lobt die Risikobereitschaft der Veranstalter: "Dies verdient großen Respekt", sagt er, "vor allem, weil das Festival völlig ohne öffentliche Mittel auskommt."
Veranstalter Björn Gralla glaubt nicht, dass in diesem Jahr bereits Gewinne erwirtschaftet werden können: "Da sind wir offenen Auges 'reingelaufen", meint er. Doch auf längere Sicht müsse sich die Sache natürlich lohnen: Die nächsten fünf bis zehn Jahre, so glauben die Veranstalter, könne das Zeltfestival am See locker existieren. Mit bis zu 100 000 Besuchern wird allein im ersten Jahr gerechnet und die sollen nach Möglichkeit nicht alle mit dem Auto kommen. Zwar stehen rund 2000 Parkplätze in der näheren Umgebung zur Verfügung, doch wird empfohlen, eigens eingesetzte Shuttle-Busse (stündlich ab Hauptbahnhof) zu nutzen. Mit jeder Eintrittskarte sowie mit der ZFR-Card ist dies kostenlos.

10:51
Ist das Zeltfestival nicht auf Wittener Stadtgebiet ?
08:37
Ich habe über meinen Telefonanbieter 4 Karten für Fanta4 bekommen. Für umsonst! Deshalb freu ich mich au das Zeltfest!
02:08
sorry für die schreibfehler....
im vorliegendem beitrag!
denke aber: wer lesen kann.....
02:06
sorry, aber fr ein ZELTFESTIVAL viel zu hohe eintrittspreise!
machen künstler kann man woanders gratis sehen!
das es nicht immer geht ist klar....aber für ex supertramp mind rodger h. 35-60 euro????
der tritt mit einer begleitung an...super liveact-ohne frage...aber das ist wucher....
JAN DELAY 25 euro....derzeit erfolgreich in D......
wo ist der unterschied...tritt mit kompl. band an!
da ich die gagen kenne, jahreranger veranstalter....sorry aber da liegt einiges daneben!
ZELTFESTIVAL: sollte eigentlich für jeden finanziell erreichbar sein, günstige dauerkarte die sich jeder leisten kann, eintirttspreise pro konzert bis max. 25 euro...
das ist volksnah...
tollwood ist anders!
wir sehen konzerte in zelten (ich weiß was die kosten) und das evtl. bei schlechtem wetter oder zu heiß--entsprechend aufpreis!!!
sorry, absolut überteuert!