„Zeitreise“ - Bochumer schreiben das digitale Buch zur Stadt

Die Startseite der digitalen „Zeitreise“ im Internet. Mitmachen ist denkbar simpel.
Die Startseite der digitalen „Zeitreise“ im Internet. Mitmachen ist denkbar simpel.
Foto: Bochum Marketing
Was wir bereits wissen
„Zeitreise Bochum“ heißt ein neues Projekt der Bochum Marketing. Weltweit einmalig soll es sein. Idee: Bürger schreiben die Geschichte der Stadt mit.

Bochum.. Ab sofort können die Menschen in Bochum die Geschichte ihrer Stadt selbst mitschreiben. „Zeitreise Bochum – das digitale Buch zur Stadt“ heißt ein jetzt an den Start gegangenes Chronik-Projekt im Internet, das die Bochum Marketing als Initiator voller Stolz als „weltweit einmalig“ bewirbt. Mehr als neugierig macht die unter der Adresse www.zeitreise-bochum.de zu findende Seite auf jeden Fall. „Ich bin gespannt, wie das angenommen wird“, sagt Christian Gerlig, Sprecher der Bochum Marketing.

Beim ersten Aufrufen der Seite sehen Nutzer die Stadt im Zeitraffer, über den Button „Starten“ baut sich ein virtueller Zeitstrahl auf - beginnend im Jahr 800 nach Christus mit der Errichtung eines Reichshofs durch Karl den Großen als Keimzelle der Stadt und aktuell endend mit dem 22. Januar 2015, dem Tag, als die neue Marke Bochum mit dem Buch-Logo vorgestellt wurde, in deren Konzept letztlich auch die „Zeitreise“ ein weiterer Baustein ist.

200 entscheidende Punkte der Stadtgeschichte hat die Bochum Marketing vorab ausgewählt, ernste und skurrile, sportliche und geschichtsträchtige - in enger Abstimmung mit dem Stadtarchiv, wie Gerlig sagt: „Das hat uns sehr geholfen.“ Bleiben soll es bei den 200 nicht. „Wir können und wollen weitere Meilensteine setzen“, sagt Gerlig, „und wir freuen uns über jede Anregung.“

Anmeldung über Facebook und Google Plus

Die Navigation durch die „Zeitreise“ ist denkbar simpel. Auch eine Suchfunktion ist implementiert. Die Punkte auf dem Zeitstrahl sind um kleine Texte und Bilder ergänzt. Alles weitere können die Bochumer liefern: Geschichten, Fotos und Videos zu den einzelnen Terminen hochladen, kommentieren, auf Social Media-Plattformen teilen. Registrierte Nutzer von Facebook oder Google Plus können sich über ihr Profil anmelden, ansonsten genügen Name und E-Mail-Adresse zum Mitmachen. „Es ist ein digitales Buch, das fortlaufend gefüllt wird und in dem jeder mitschreiben kann“, bewirbt Gerlig den Grundgedanken. Für das reine Lesen der Inhalte ist keine Registrierung erforderlich. Was die Nutzer hochladen, wird von der Bochum Marketing in regelmäßigen Abständen überprüft. Wenn es dann etwas zu beanstanden gebe, griffe das Redaktions-Team sofort ein, betont Gerlig.

Nach der Vorstellung der neuen Marke Anfang des Jahres haben die Bochum Marketing und die Agentur Radar Media im März mit dem Produktionsprozess der „Zeitreise“ begonnen: mit Konzeption, Grafik und der Programmierung, dem aufwändigsten Part. Ein Betrag im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich wurde dafür investiert. Gerlig glaubt, dass sich die Investition auszahlt, wo jetzt das erste Kapitel aufgeschlagen ist: „Das Buch lebt von Inhalten“, sagt der Sprecher, „und es ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.“ Wie die Geschichte der Stadt.