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Wohnzimmer ist die erste Adresse

27.11.2011 | 16:39 Uhr
Wohnzimmer ist die erste Adresse
Die Musikgruppe Tengo 1 im Intershop Bochum (v.l.): Liz, Linda, Merci, Annika, Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Bochum.   WAZ-Leser küren Livingroom zum beliebtesten Bochumer Lokal. Auch das Hufeisen und der Intershop haben viele Freunde.

Er gilt als Bochums bekanntestes Wohnzimmer: Der Livingroom zählt zu den bevorzugten Restaurants der Stadt. Für die Mehrheit der WAZ-Leser ist er sogar die erste Adresse: Sie kürten den Feinschmecker-Treff an der Luisenstraße zu Bochums bestem Lokal.

Seit der Eröffnung vor elf Jahren haben Lukas Rüger und Seran Bahtijari die gute Stube Bochums weit über die Stadtgrenzen hinaus etabliert. Chef in der Küche ist Ralph Curanz. Dessen jüngste Idee entfacht regen Appetit: Unter dem Titel „Livingroom & Friends“ rühren Sterneköche in fremden Töpfen und kredenzen ein XXL-Menü. Zuletzt war es Frank Buchholz, der die Gäste verwöhnte.

Konsequent auf feste Nahrungsaufnahme verzichtet wird im Hufeisen. Gleichwohl ist es für zahlreiche WAZ-Leser das wichtigste Bochumer Lokal. Denn am Hellweg steht die Tradition mit am Tresen. Seit 1967 (!) bediente die legendäre Lieselotte „Lis“ Schrecker den Zapfhahn. Halb Bochum prostete sich hier zu. Im August starb Lis im Alter von 77 Jahren. Nicht nur die Stammgäste sind froh, dass Claudia Schrecker das Erbe ihrer Mutter fortführt.

Eine Institution anderer Art ist der Intershop. Ungezählte Zeher sind seit der Eröffnung 1985 in der Szene-Kneipe im Bermuda-Dreieck untergegangen. Allesamt sind sie irgendwann und irgendwo wieder aufgetaucht. Das Dreieck ohne den „Shop“: undenkbar. Wo sonst soll man am Wochenende gegen 7, 8 Uhr den jetzt aber wirklich allerletzten Absacker zu sich nehmen?

Feiern, futtern, flanieren: Die Bochumer Gastronomie bietet eine riesige Auswahl. Entsprechend zahlreich und vielfältig waren die Einsendungen für die Top 11.

Ihre weiteren Favoriten:

Die Waldesruh in Sundern ist vor allem für Familien- und Hochzeitsfeiern eine feste Größe. 2010 bis auf die Grundmauern abgebrannt, errichteten die Borgböhmer-Brüder einen standesgemäßen Neubau. „Schön, dass die Waldesruh wieder da ist“, freut sich Leser Norbert Salewski.

Etliche Stammgäste preisen das Ristorante Da Aldo Am Varenholt. „Sehr schönes Ambiente und feine italienische Küche“, lobt Carmelo Anza.

Gertrud Schmitz teilt mit mehreren Einsendern ihre Liebe zum vor wenigen Wochen eröffneten „Bullerbüdchen“ an der Hattinger Straße. In dem Lokal samt Lädchen „fühlen sich Erwachsene und auch Kinder wohl“.

Die vielleicht urigste Kneipe der Stadt besitzt Elfriede Fey (71). Seit 1974 führt das gastronomische Urgestein an der Hofsteder Straße das Haus Fey. Im Gastraum scheint die Zeit schon lange vorher stehen geblieben zu sein. „Ein Geheimtipp für Nostalgiker“, empfiehlt Karl-Heinz Brauser.

An alte Zeiten hat das Tauffenbach angeknüpft. Seit der Rückkehr von Kai Kadenbach geht’s an der Gerberstraße an Wochenenden wieder mächtig rund. Das zwar ältere, aber höchst feierfreudige Ü-40-Publikum ist dankbar, wieder einen Party-Anlaufpunkt in Bochum zu haben. Motto: „Hurra, wir leben noch!“

Der Freibeuter inmitten des Bermuda-Dreiecks, das hippe Fräulein Coffea im Ehrenfeld und der Wattenscheider Disko-Dino Heaven am August-Bebel-Platz vollenden die Ausgeh-Elf unserer Leserinnen und Leser, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann und will.

Wie auch, in einer pulsierenden Stadt, die rund um die Uhr geöffnet ist.

Jürgen Stahl

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