Wir suchen Ihre schönsten Enten-Geschichten

Nicht nur für Hippies war der Citroën 2CV in den 60er und 70er Jahren das Auto schlechthin. Der Kult hat überlebt. Nun möchte die WAZ die schönsten Leser-Geschichten rund um die Ente erzählen.
Nicht nur für Hippies war der Citroën 2CV in den 60er und 70er Jahren das Auto schlechthin. Der Kult hat überlebt. Nun möchte die WAZ die schönsten Leser-Geschichten rund um die Ente erzählen.
Foto: Schabelon
Was wir bereits wissen
Vor 25 Jahren rollte der letzte Citroen 2CV vom Band. Anlass für die WAZ, ihre Leser um die schönsten Geschichten rund um die „Ente“ zu bitten.

Bochum.. „Tut mir leid. Die letzte haben wir vor Jahren verkauft.“ Daniel Strunk vom Auto- und Sport-Fachhandel an der Porschestraße kann aktuell mit allen gebrauchten Citroën-Modellen dienen. Nur nicht mit der Ente. „Wer die einmal hat, gibt sie offenbar nicht mehr ab“, beobachtet Daniel Strunk. Der 2CV ist Kult. Die WAZ-Leser sind aufgerufen, uns ihre Erlebnisse rund um den Mythos zu erzählen.

In diesem Monat blicken Enten-Halter in aller Welt auf den Todestag des berühmtesten Federviehs der Automobilgeschichte zurück. Vor 25 Jahren, am 27. Juli 1990, lief im Citroën-Werk in Portugal die letzte Ente vom Band. Es war der Schlusspunkt einer über 40-jährigen Erfolgsgeschichte. 1949 debütierte der hochbeinige Viertürer mit neun (!) PS in Frankreich. Ab 1958 war der fortan leistungsstärkerere Kleinwagen auch in Deutschland erhältlich. Die Standardausführung gab’s ab 3650 DM - mit Rolldach, vorderen Seitenfenstern zum Aufklappen und der legendären Revolverschaltung.

„Die Ente ist locker, lässig, leger"

Gut fünf Millionen Enten wurden produziert – und waren ob ihres vergleichsweise niedrigen Kaufpreises und Unterhalts anfangs vor allem bei Studenten und Geringverdienern beliebt. So puristisch der 2CV daherkommt, so intensiv war und ist das beinahe mediterrane Lebensgefühl, das der Wagen vermittelt. Die formschöne Karosserie hat Gesicht und Charakter. Von „der Leichtigkeit des Seins auf Rädern“ schwärmen die Fans bis heute. „Die Ente ist locker, lässig, leger, dank der ausgeprägten Federung ultrabequem und macht gute Laune. Man ist fast überrascht, dass Baguette und Ziegenkäse nicht serienmäßig mitgeliefert werden“, heißt es in einem Testbericht aus den 1970er Jahren.

Rund 10.000 Enten kurven noch durch deutsche Lande. In Bochum sind es laut Presseamt 18 Enten. Längst sind die einst als „hässliches Entlein“ belächelten Modelle wahre Liebhaberstücke, die – wenn sie denn überhaupt zum Verkauf stehen – mit Preisen bis 10.000 Euro gehandelt werden: bei toprestaurierten Edel-Enten auch deutlich mehr. Auf der Rangliste der Fahrzeuge mit dem stärksten Wertzuwachs seit 1999 teilte sich der 2CV den zweiten Platz mit dem VW Bulli, hat der Bochumer Bewertungsspezialist classic analytics ermittelt – hinter dem Mercedes-Benz 300 mit den extravaganten Flügeltüren.

Mythos gibt’s auch zur Miete

Wie sieht das Enten-Leben in unserer Stadt ein Vierteljahrhundert nach dem Produktionsstopp aus? Haben Sie damals einen Citroën 2CV gefahren? Was unterschied ihn von dem anderen, manche sagen biederen „Volkswagen“ VW Käfer? Welche Touren haben Sie mit der Ente unternommen? Welche Abenteuer haben Sie mit der Kult-Kiste erlebt? Sitzen Sie heute noch am Steuer einer Ente, die Sie möglicherweise selbst restauriert und fahrtüchtig gemacht haben? Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen per Post oder per E-Mail, sehr gerne auch mit Fotos von jetzt und damals (siehe Info-Kasten).

Wer keine Ente sein eigen nennt und wem das nötige Kleingeld für eine Neuanschaffung fehlt, kann den Mythos auch nur für einen Tag genießen. Ein Anbieter für außergewöhnliche Geschenkideen offeriert eine sechs- bis siebenstündige Enten-Tour für 179 Euro inklusive eines Essens für zwei Personen. „Wenn Sie eine Ente mieten“, werben die Veranstalter, „gibt es das Hippie-Feeling gleich dazu.“