„Wir haben richtig Bock auf Bochum“

Sind die Regionalbüros in Gefahr?

Weik: Wenn wir das finanziell hinkriegen, möchte ich, dass wir die Regionalbüros weiter fortsetzen.

Fiege: Die Regionalbüros sind bis Dezember 2016 gesichert. Ich halte sie auch für wichtig. Aber es ist auch unsere Aufgabe zu überlegen, ob Ausgaben und Nutzen übereinander passen. Die Büros leisten sehr gute Arbeit und momentan stehen die Zeichen für sie positiv. Ende 2016 wird eine neue Vollversammlung entscheiden, wie es weitergeht.

Die Entwicklung der Fläche von Werk I das große Strukturthema in der Stadt. Wissen Sie, Herr Fiege, von Bochumer Firmen, die sich womöglich dort niederlassen wollen?

Fiege: Ich weiß vom Hörensagen, dass die Perspektive 2022 und die EGR schon in Gesprächen sind. Aber das ist so wie die Präsentation eines neuen Hauptgeschäftsführers. Man macht das erst dann öffentlich, wenn die Tinte trocken ist. Als IHK ist es uns ganz wichtig, dass wir diese Industrieflächen beibehalten. Die Stadt hat ja ihre ursprüngliche Überlegung, auf der Fläche ausschließlich Industrie anzusiedeln, mit der DHL-Ansiedlung aufgeweicht. Wir stehen dafür, dass das jetzt auch das Letzte dort sein soll. Das gilt für das Thema Logistik und auch für den Einzelhandel.

Wie werden Sie versuchen, Herr Weik, in die Debatte einzugreifen?

Weik: Da müssen Arbeitsplätze entstehen. So viele wie möglich und solche, die nachhaltig bleiben.

Welchen Eindruck haben sie bislang von Bochum gewonnen?

Wir waren in den letzten Monaten oft hier, weil für uns klar war, eine Veränderung geht nur, wenn wir das nicht nur wegen des Jobs tun. Ein Hauptgeschäftsführer muss sich hier auch verwurzeln. Ich finde, dass die Region viel Kraft ausstrahlt. Die vielen jungen Menschen und die hohe Internationalität begeistern meine Frau und mich. Ich habe in der Vollversammlung gesagt, wir haben richtig Bock auf Bochum.