Wie Sport Gewaltbereitschaft Jugendlicher senkt
15.12.2010 | 09:00 Uhr 2010-12-15T09:00:00+0100
Bochum.Eine psychologische Studie zeigt: Karateka verstehen Gegenüber als gleichberechtigten Partner, nicht als Sandsack. Diese vom Deutschen Karate Verband gelehrte Form wird unter anderem auch in Bochum trainiert.
Immer wieder ist die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und Kindern ein Thema. Einen - scheinbar - überraschenden Ansatz haben nun Forscher der Universität Regensburg aufgezeigt. Die Psychologin Dr. Katharina Dahmen-Zimmer hat mit Kollegen eine Gruppe von Kindern im Alter von 11-13 Jahren über ein halbes Jahr hinweg mit Blick auf ihr Sozialverhalten beobachtet und betreut.
Während dieser Zeit trainierte der eine Teil der 38-köpfigen Probandengruppe Karate, der andere Tischtennis. Letztere diente dabei als Kontrollgruppe. „Das gesamtgesellschaftliche Problem steht derzeit im Fokus und Karate hat in diesem Zusammenhang mit Vorurteilen zu kämpfen“, erklärt Dahmen-Zimmer ihr Interesse an dem Einfluss des Karate auf die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen.
Das Ergebnis der Wissenschaftler ist eindeutig: Karate mindert die Gewaltbereitschaft. „Rein wissenschaftlich gesehen können wir die Aussage nur für die untersuchte Altersgruppe treffen“, so Dahmen-Zimmer weiter, „aber dort ist es erstaunlich, dass wir trotz der relativ kleinen Probandengruppe so aussagekräftige Ergebnisse erhalten haben.“ Die Psychologin will ihre Forschung in diesem Bereich unbedingt fortsetzen.
Im Budokan Bochum e.V. trainieren sowohl Kinder als auch Erwachsene und Senioren. Das Kursangebot reicht dabei von Karate, über Fitnesstraining bis hin zu einem Selbstbehauptungskursus speziell für Kinder. Neugierige können sich im Budokan Bochum unter Telefonnummer 0234 33 87 691 oder bei Sensei Bernhard Milner unter 02327 7 78 79 melden und informieren. Natürlich gibt es auch Auskünfte über das Internet – auf der Seite www.budokan-bochum.de.
Noch ausgeprägter hätte sich bei der Karategruppe ein weiterer Effekt gezeigt: „Wir haben eine Abnahme von depressiven Tendenzen und Selbstwertproblemen festgestellt.“ Eine Einschränkung macht die Regensburger Forscherin: „Das Ergebnis gilt nicht für alle Karate-Formen.“ Sondern lediglich für das, was Dahmen-Zimmer als „DKV-Karate“ bezeichnet, in Anlehnung an den Deutschen Karate Verband. Sie meint damit ein Karate, das nicht darauf angelegt ist, im Training mit aller Wucht gegen den Gegner zu arbeiten, sondern ihn als Partner begreift, mit dem es sich gegenseitig zu verbessern gilt. Diese Art des Karate wird unter anderem auch im Budokan Bochum gelehrt.
Dessen Sensei (Lehrer) Bernhard Milner, 8. Dan Shotokan-Karate, ist selbst Funktionär im DKV und lehrt Karate nach traditionellem Vorbild. „Diesen Effekt proklamieren wir auch. Man wird ausgeglichener, ruhiger und aufeinanderzugehender.“ Kinder und Jugendliche machen rund 280 der aktuell etwa 370 Mitglieder des Vereins aus.
Der durch die Regensburger Studie belegte Einfluss des Karate auf die Befindlichkeit der Kinder entspringt in den Augen des erfahrenen Karatemeisters dem Karate selbst und bedarf keiner besonderen Konzentration auf diesen Trainingsaspekt. „Die fünf Grundtugenden des Karate sind Respekt, Aufmerksamkeit, Disziplin, Kontrolle und Mut.“ Diese Richtlinien hätte es in der traditionellen Kampfkunst seit jeher schon gegeben, so Bernhard Milner weiter. Das Shotokan-Karate legt besonderen Wert auf diese Richtlinien. Dies spiegelt sich auch in den 20 Grundregeln des Stilgründers Gichin Funakoshi wieder – deren erste und wichtigste da lautet: „Karate beginnt und endet mit Respekt.“

12:07
Der Budokan Bochum e.V. ist keine private Kampfsportschule, sondern ein eingetragener gemeinnütziger Verein.
19:02
Grundlage ist ist immer der Charakter der Übungsleiter und derer die den Verein organisieren
17:03
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17:01
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13:24
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13:14
Der Bericht wirft hunderte von Fragen auf.
Nach welchen Kriterien wurden die 38 Kinder ausgesucht?
Wie war der Vergleich zur Tischtennisgruppe?
Welcher Hirni will aus 19 Probanden eine Schlussfolgerung herleiten?
etc. ..
Und schwafheimer hat völlig recht, Shotokan-Karate ist v.a. durch Diszplin und Rantasten an die Grenzen des eigenen Körpers geprägt.
Das ist bestimmt das Gegenteil von dem, was Intensivtäter können ..
Wie also steht die Überschrift in Beziehung zu dem Bericht?
12:50
und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein
12:32
Karate schön und gut. Die Schläger und Intensivtäter werden sich nie Karate antun. Da dauert es viel zu lange bis man sich endlich mal effektiv verteidigen und angreifen kann.
Im Radio lief vor einigen Wochen ein Bericht über verzweifelte Karateausbilder und die Probleme der Branche.
12:11
Was für ein Schmarrn.
Jeder weiß doch, dass die Jugendgewalt hauptsächlich einen kulturellen Bereicherungshintergrund hat.
Dort sollte man Studien ansetzen und nicht Jana(11) und Svenja (15).
11:46
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