„Wie im Konzert, bringt nur die Gemeinsamkeit den Erfolg“

Foto: KORTE, Michael

Vor zehn Jahren stellte Norman Faber (72) seine millionenschwere Anschubfinanzierung zum Bau des Musikzentrums in Aussicht. Die WAZ sprach mit dem Bochumer Unternehmer, der sich als Spender für das Musikzentrum versteht, nicht als dessen „Investor“.

Anfang 2007 haben Sie Ihre Fünf-Millionen-Euro-Spende gezeichnet, das war der Anstoß für den Bau des Musikforums. Sind Sie zufrieden mit dem, was erreicht wurde?

Faber: Es ist eine Erfolgsgeschichte geworden, und natürlich ist die Kombination des neuen Musikzen-trums mit der alten Marienkirche ein besonderer Glücksfall. Ich persönlich bin stolz, dass ich etwas anschieben konnte, das nun vielen Menschen zu Gute kommen wird, es ist ein Projekt für Millionen, wenn man so will. Auch damit wird deutlich, was Musik leisten kann.

Der Weg bis zur Eröffnung des Musikforum war lang und oft holprig. Haben Sie jemals gezweifelt, dass es doch nicht klappt?

Ich habe mir eher die Frage gestellt: Kann ich das wirklich verantworten, fünf Millionen Euro zu geben? Ist das Ganze am Ende nicht doch zu elitär? Aber diese Frage hatte ich für mich schon vor der Entscheidung zur Spende beantwortet, sonst wäre sie nicht gefallen. Ich war und bin von der Wichtigkeit eines solchen Musikhauses für alle Bürger mitten in der Stadt überzeugt. Was ich auch sagen kann: Ich habe nie „gewackelt“ in meinem Entschluss. Allerdings hätte ich mir die Eröffnung deutlich früher vorgestellt.

Hatten Sie anfangs einen Plan, wie das Projekt „Musikhaus“ angegangen werden sollte?

Es war eher so, dass nach meiner Entscheidung sogleich viele Überlegungen gemeinsam mit vielen Protagonisten einsetzten, wie das Projekt gestemmt werden könnte – von Steven Sloane bis hinein in die Politik. Letztlich ist so auch die Idee entstanden, die Privatspenden in eine Stiftung zu fassen. Wie in der Musik, wie in jedem Konzert, bringt nur die Gemeinsamkeit den Erfolg.