Wenn es um die Versetzung geht
05.07.2012 | 19:36 Uhr 2012-07-05T19:36:00+0200Während ihre Freunde sich in den Ferien entspannen und das (hoffentlich) gute Wetter genießen können, müssen versetzungsgefährdete Schüler den Stoff des letzten Jahres erneut durchackern. Viele Nachhilfeinstitute bieten dafür spezielle Nachprüfungskurse an. In Intensivprogrammen lernen die Kinder unter professioneller, pädagogisch fundierter Anleitung Matheformeln und Englischvokabeln. Die größten Anbieter sind der Studienkreis und die Schülerhilfe.
Beim Studienkreis in Bochum können sich die Schüler an gleich fünf Standorten im gesamten Stadtgebiet auf die wichtige Prüfung vorbereiten. Fachkräfte begleiten Besucher aller Schulformen und Klassenstufen dabei. Auch bei der Schülerhilfe in Bochum gehören derartige Kurse in drei Filialen zum Leistungsspektrum. Zwei Wochen lang holen Nachhilfelehrer und Schüler in zehn Einheiten à 90 Minuten den Stoff nach. Internet-Portale wie „tutoria“ bringen außerdem Schüler und Tutoren zusammen. Bei der Registrierung müssen die Erwachsenen ihre Qualifikationen angeben oder Führungszeugnisse hochladen, die die Seriosität belegen. Pflicht ist dies jedoch nicht. In Bochum haben sich bereits 99 solcher Mentoren angemeldet.
Darüber hinaus gibt es immer mehr kleinere Institute. Die Sekten-Info aus Essen warnt vor religiös-fundamentalistischen Gruppen wie Scientology, die über derartige Angebote ihr Gedankengut verbreiten. Der Verein rät dazu, Anbieter kritisch zu hinterfragen und zu meiden, die hohe Erfolgsaussichten auf Grundlage einer neuen Methode in Aussicht stellen. Zum Unterrichtsinhalt sollte ausschließlich der Schulstoff gehören. Falls Eltern Begriffe wie „Weltanschauung“ oder religiöse Motive aufschnappen und Vertragsklauseln zur Teilnahme an Seminaren verpflichten, die nichts mit Französisch oder Deutsch zu tun haben, sollten sie vorsichtig sein.

0mitdiskutieren