Weiße Luftballons als Zeichen für Toleranz

Rund 80 Bochumer ließen gestern Abend auf Einladung des Arbeitskreises Migration vor dem Rathaus Luftballons als Zeichen für die Glaubens-, Meinungs- und Pressefreiheit in den Abendhimmel steigen. „Das hier soll unsere Anteilnahme zeigen – für Charlie Hebdo, aber vor allem auch darüber hinaus“, sagt Alexandre Ndjeng Biyouha, stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrats. „Jeden Tag geschehen auf der ganzen Welt Gewaltverbrechen, die sich gegen grundlegende Menschenrechte richten, wir sollten nicht den Blick verengen“, sagt Dirk Schmidt, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. „Wir hier in Bochum sind nicht wie die drei Affen, die nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – wir reden“, so Biyouha. Auch Passanten gesellten sich zu der kleinen Mahnwache und setzten ein Zeichen für Toleranz. So etwa Doris Brandt, die eigentlich auf dem Nachhauseweg war, sich aber spontan der kleinen Kundgebung anschloss: „Das ist eine tolle Sache. Auch sehr passend vor dem Hintergrund, dass die Demonstrationen in Dresden abgesagt wurden.“