Weihnachtsgeld bleibt Opelanern erhalten
01.12.2008 | 15:19 Uhr 2008-12-01T15:19:00+0100Bochum. Die Belegschaft des Bochumer Opelwerkes lehnt Nullrunden zur Senkungen der Arbeitskosten ab. 3500 Opelaner versammelten sich zu einer nicht-öffentlichen Betriebsversammlung im Ruhr Congress.
Morgens um 8 Uhr hatte die Sitzung begonnen. Wer vor der Halle auf Informationen aus dem Halleninnern hoffte, brauchte Geduld: „Kein Kommentar” hieß es lange, ebenso wie „Diese Versammlung hätten wir uns schenken können”.
Grund für den zwischenzeitlichen Unmut: Nervenaufreibend lange, für ihr Befinden zu lange, waren die 3500 Opelaner im gut gefüllten Ruhr Congress nicht zu Wort gekommen.
Acht Redner
Denn vom zwölfköpfigen Podium äußerten sich zunächst fünf Redner aus dem Betriebsrat und drei Angehörige der Geschäftsleitung über die Kernthemen Nachtschicht, Weihnachtsgeld und Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich: „Die Geschäftsführung hat verkündet, dass definitiv Weihnachtsgeld an die Opelaner gezahlt wird”, berichtet Vertrauensmann Paul Fröhlich. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass man sowohl eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich als auch massive Kurzarbeit plane: „Das haben wir heute zum ersten Mal gehört. Bisher hatte eine entweder-oder-Entscheidung im Raum gestanden”, erklärt Vertrauensmann Steffen Reichelt.
Deutliche Worte
Erst im Anschluss an die acht Redebeiträge vom Podium traten nacheinander „etwa 20 Leute aus der Belegschaft” ans Mikrofon und fanden dort – wie auch draußen vor der Halle – deutliche Worte: „Es geht um die Frage, wohin uns der Verzicht und wohin uns der Kampf führt”, so Reichelt. „Und dazu gab es von der Belegschaft eine klare Ansage: Wir verzichten nicht mehr!” wiederholt Vertrauensmann Rainer Weinmann die Forderung nach Einhaltung des Tarifvertrags.
Dem Kampfgeist gewichen
Die Stimmung, so Reichelt, habe in den vergangenen Wochen aus einer „Mischung aus Wut, Kampfbereitschaft und Resignation” bestanden; diese Mischung sei nun dem Kampfgeist gewichen. „Die haben uns drei Wochen lang mit dem Schreckgespenst der Insolvenz weichgekocht”, schimpft Weinmann. Mit der gestrigen Versammlung habe jedoch „die kämpferische Richtung an Profil gewonnen”.
Und in welche Richtung will der Betriebsrat? „Wir haben große Probleme, aber die liegen nicht bei Opel sondern bei General Motors. Sollte die Bundesregierung also eine Bürgschaft übernehmen, müssen Mechanismen sicher stellen, dass das Geld hier in die Arbeitsplatzsicherung fließt und nicht in den USA verbrannt wird”, stellte Betriebsrats-Chef Reiner Einenkel.
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„Weil General Motors Opel auf dem europäischen Markt braucht und weil Opel ohne Bochum keine Chance hat, weiß ich, dass wir 2012 in Bochum 50 Jahre Opel feiern”, verkündete Einenkel am Mittag. Und: „Die Nachtschicht wird in Bochum bleiben.”

20:16
Ich gehe davon aus das die meisten Kommentatoren schlecht informiert oder einen IQ weit unter 100 haben. Fragt doch mal wann die es die letzte Lohnerhöhung gab und ob die meisten schon auf Metalltarif sind scheint auch nicht von Intresse zu sein. Hauptsache Draufhauen und dummes Zeug schreiben. Am besten noch von Hörensagen. Am besten Ihr geht in die nächste RTL Dschungelshow. Es wundert mich sowieso das ihr die WAZ lest und nicht die Bild.
22:40
Bei welcher Versammlung war die gute Frau Lena Kücük eigentlich gewesen? Bei Opel kann es nicht gewesen sein. Die Namen Weinmann, Fröhlich und Reichelt sind uns wohl bekannt. Die gehören alle der MLPD an und vertreten nicht die Meinung der Belegschaft. Gehört die Schreiberin etwa auch zu diesem Grüppchen?
07:28
Ich habe ein paar Opelaner in meinem Bekanntenkreis, wenn man die so reden hört kann man sich vorstellen, warum es mit Opel bergab gegangen ist: von denen muss da keiner arbeiten und alle verdienen eine Schweinekohle.
Da frag ich mich, wer denn da die Autos baut?! Zumal unter meinen Bekannten auch zwei dabei sind, die beim kleinsten Husten sofort zum Arzt rennen-und der schreibt die auch noch ne Woche krank (erstmal).Sicher sind nicht alle Opelaner so, aber auf mich macht so etwas schon einen komischen Eindruck! Hat ein bißchen was von Lauschepperei-Glück Auf
07:03
Zu ralphg: Als Exopelaner ( freiwillig gekündigt) kann ich nur sagen:Jahrelang habt Ihr auf dem hohen Roß gesessen, geglaubt keiner außer Euch könnte Autos bauen.Wer waren Japaner? Franzosen, Italiener? Teilweise konnte einem das Kotzen kommen über so viel Hochmut. Ihr konntet Euren direkten Kokurrenten Golf nie schlagen. Und Über Euer Gehalt brauchen wir hier nicht zu reden!!!! Aber verdammt, Eure Autos laufen seit Jahren nicht warum sollte ich Euch also sponsorn? Sollen wir auch alle Kumpel wieder einstellen? Der einzelne kann bestimmt nichts für eine verfehlte Modelpolitik und versucht so viel wie möglich für sich rauszuschlagen. Würde ich auch machen. Aber kommt von Eurem scheiß hohen Roß runter und hört auf alles noch toll reden zu wollen.
05:43
Man kann sich nur über die Ansicht des Betriebsrates wundern, die Nachtschicht müsse erhalten werden. Wenn nur noch Arbeit für 2 Schichten da ist, warum sollte man dann noch eine dritte in der Nacht laufen lassen, die mit Sicherheit nicht gerade kostengünstig ist.
22:46
Ich würde mir höchstens ein Opel mit 50 % Ermäßigung kaufen. Bei einer Pleite habe ich die
Probleme mit der Garantie, den Inspektionen sowie der Ersatzteilversorgung. So wie Ich denken bestimmt viele Leute und die Opelaner sind nicht bereit auf einen kleinen Teil Ihres üppigen Gehalts
zu verzichten. Habe kein Mitleid mit solchen Leuten.
20:10
@ ralphg2004
Will ich bei Popel arbeiten . Für euch bei Opel sind einige Schreiber hier sicherlich überqualifiziert!!
20:05
Was sind das alles nur für frustierte Leute hier die über Opel und deren Mitarbeiter die sich am Band Heute noch Kaputtmalochen so auslassen?
Seit ihr bei Opel entlassen worden, wenn ja dann kann ich euch sagen das ist gar nicht so einfach bei Opel entlassen zu werden, da muss man schon ne große Pfeife sein, oder ist es weil ihr erst gar nicht genommen worden seit?
19:38
ich empfinde keine Solidarität mit diesen überbezahlten Leuten. Die haben jahrelang zu besten Konditionen so viel verdient, dass alle anderen vergleichbar Beschäftigen blass geworden sind. Diesen Status Quo zu halten ist nunmal unmöglich. Und wer nicht begreift, dass die fetten Jahre vorbei sind (in anderen Branchen schon seit Jahren), der hat keinerlei Solidarität verdient.
18:56
Die Opelaner sind Träumer.Wer will denn in der heutigen Zeit noch ein neues Fahrzeug kaufen. Sogar mit 25% Nachlass werden wenigFahrzeuge verkauft.