Wehmütiges Saxophonsolo für die Regent-Chefin

Mit einer zweistündigen Überraschungs-Revue ist die langjährige Leiterin des Prinz-Regent-Theaters, Sibylle Broll-Pape, an ihre neue Wirkungsstätte nach Bamberg verabschiedet worden. Und wer zuvor befürchtet hatte, der scheidenden „Regentin“ würde dafür ein goldener Thron auf die Bühne gestellt, der sah sich angenehm überrascht.

Freunde, Weggefährten und Schauspielkollegen erinnerten auf unterhaltsame und kurzweilig Art an einige Highlights der letzten 25 Jahre, während die groß Geehrte mitten im Publikum saß – ein Taschentuch natürlich immer in Reichweite.

Als Moderatoren verkleidet begrüßten Martin Molitor und Udo Thies, beides verdiente Kräfte im Regent-Ensemble, neben Bundestagspräsident Norbert Lammert, der kurz vorbei schaute, auch Kulturdezernent Michael Townsend. Und viele von denen, die in den letzten Jahren am Erfolg der kleinen Bühne mitgewirkt hatten, beteiligten sich schwungvoll: darunter Maria Wolf, Petra Afonin, Joachim Luger, Doris Plenert, Jonas Gruber und Wolfram Boelzle. Für den bewegendsten Auftritt des Abends sorgten Broll-Papes Kinder Lena und Max: Die beiden Mittzwanziger sind in dem kleinen Theater schließlich groß geworden.

Den Schlussakkord setzte der Komponist Eckard Koltermann, der auf dem Saxophon wehmütig „den Rausschmeißer-Song von Benny Goodman“ anstimmte. Danach: Jubel, Sonnenblumen und stehende Ovationen für die sichtlich gerührte Sibylle Broll-Pape. Alles Gute!