WAZ-Leser erinnern sich gern an die alte Ruhrlandhalle

Auf Fotos in seinem Salon an der Viktoriastraße erinnert „Meister L.“ Peter Legsding (li,) an seine Einsätze in der Ruhrlandhalle, hier u.a. mit Helga Feddersen, Manfred Sexauer und Mitgliedern von Dschingis Khan.
Auf Fotos in seinem Salon an der Viktoriastraße erinnert „Meister L.“ Peter Legsding (li,) an seine Einsätze in der Ruhrlandhalle, hier u.a. mit Helga Feddersen, Manfred Sexauer und Mitgliedern von Dschingis Khan.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Bochumer Ruhrlandhalle ist vielen WAZ-Lesern noch in bester Erinnerung. Das dokumentieren weitere Zuschriften ehemaliger Besucher und Akteure.

Bochum.. 25 Jahre war Winfried Perner Leiter der Ruhrlandhalle. Zum Jahreswechsel ging der 69-Jährige in den Ruhestand. Seine Erinnerungen an Stars und Sternchen haben zahlreiche Leser ermuntert, uns ihre Erlebnisse in und mit der Halle zu erzählen. Hier einige weitere Geschichten.

„Meine Frau und ich waren fast 20 Jahre als Mitarbeiter in der Tanzschule Bobby Linden tätig“, schreibt Arno Brand. Zu ihren Aufgaben zählte die Organisation des jährlichen Galaballs. „Die Tische wurden als Hufeisen angeordnet, damit die 800 Gäste ausreichend Platz zum Tanzen hatten. Hugo Strasser und Paul Kuhn sorgten ebenso für die Musik wie als Zweitband die ,Tonmixer’ unter Leitung von Felix Rudzki“, berichten die Brands. 2000 übernahmen sie die Tanzschule von Bobby Linden. Die Galabälle, zuletzt im Dezember, steigen heute im Ruhrcongress.

Tommi Mai erinnert an die VfL-Weihnachtsfeiern in der Ruhrlandhalle. „Alle Jugendspieler, alle Trainer, alle Eltern waren dabei. Spieler wie Ata Lameck, Lothar Wölk, Katze Zumdick und Tiger Gerland kamen vorbei. Es war eine tolle Atmosphäre in einer wunderschönen Halle“, schwärmt Tommi Mai. „Noch heute sehe ich die Bälle als Beleuchtung in verschiedenen Größen und Längen von der Decke hängen. Das war ein schöner Teil Bochumer Geschichte.“

Etliche haarige Einsätze in der Ruhrlandhalle bewältigte Friseurmeister Peter Legsding. „Meister L“, so der Name seines Salons an der Viktoriastraße, war ab den 70er Jahren vor allem dann gefragt, wenn am Stadionring eine Fernsehshow aufgezeichnet wurde. Thomas Gottschalk, Dschingis Khan, Mary Roos, der 2014 verstorbene Manfred Sexauer oder Ulknudel Helga Feddersen: Peter Legsding gewährleistete in der Maske hinter den Kulissen, dass die TV-Helden auf dem Bildschirm glänzten. Auch bei den legendären Pressebällen war der heute 71-Jährige für Frisur und Make Up verantwortlich. An zwei Sänger erinnert er sich besonders gern: „an den noch jungen Jürgen Drews und an Heino, der seinerzeit noch ohne Perücke aufgetreten ist.“ Die letzte Veranstaltung, die er mit betreute, brachte die Volksschauspielerin Heidi Kabel nach Bochum. „Es war eines ihrer letzten Gastspiele.“

Rainer Salzmann hütet Eintrittskarten für Konzerte u.a. mit Peter Alexander und Udo Lindenberg wie einen Schatz. Horst Möller besitzt ein umfangreiches Archiv mit Zeitungsausschnitten und Fotos der Ruhrlandhalle „mit allen Bällen ab 1975“: Etliche WAZ-Leser werden den Flachbau für immer in guter Erinnerung behalten. Herzlichen Dank an alle, die unserem Aufruf gefolgt sind!