Waren- und Meinungsaustausch auf der Alten Bahnhofstraße

Nicht nur der Kinderflohmarkt vor der Marien-Kirche war gut besucht. Bei der Aktion  „Bänke raus“ gab es jede Menge Trubel auf der Alten Bahnhofstraße.
Nicht nur der Kinderflohmarkt vor der Marien-Kirche war gut besucht. Bei der Aktion „Bänke raus“ gab es jede Menge Trubel auf der Alten Bahnhofstraße.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Tausende Besucher kommen zum Straßenfest „Bänke raus“ am letzten Tag der Bürgerwoche Ost. Zwei Veranstaltungen könnten zusammenwachsen.

Bochum.. Entfremdung und Anonymität sind Geißeln des modernen Stadtlebens – in Langendreer aber offenbar überhaupt kein Thema. Am Sonntag jedenfalls tummelten sich auf der Alten Bahnhofstraße wieder Tausende Menschen – Anwohner und Nachbarn, Bochumer und Auswärtige, Jung und Alt. Wenn die Werbegemeinschaft das Signal gibt, die Bänke rauszustellen, dann muss sie die örtlichen Vereine, Verbände und Geschäftsleute nicht lange bitten.

Das Straßenfest zum Mitmachen war auch bei seiner mittlerweile fünften Auflage ein Erfolg. Und vermutlich waren so wie schon im Vorjahr etwa 10 000 Menschen über den ganz Tag verteilt auf den Beinen, um den Ständen zwischen Ümminger Straße und Lünsender Straße Ware und/oder Meinungen auszutauschen.

Teilnehmer von Kitas bis zu Altenheimen

Anders war es diesmal trotzdem. Denn erstmals bildete „Bänke raus!“ den Abschluss der Bürgerwoche Ost, deren traditioneller Ausklang das Fest am Ümminger See ist. Das fiel diesmal kürzer aus, nämlich nur einen statt zwei Tage. Stattdessen ging die 38. Woche der Feste in den Stadtteilen Laer, Werne und Langendreer mit Teilnehmern von den Kitas bis zu den Altenheimen („Das gibt es in keinem anderen Stadtbezirk“, so Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche) diesmal auf der Alten Bahnhofstraße zu Ende. Ein Format, das Schule machen könnte.

„Ich persönlich finde die Verquickung gut. ’Bänke raus’ ist ein krönender Abschluss der Bürgerwoche Ost“, sagt Bezirksvertreter Dirk Meyer. Er genoss es nach einigen lebhaften Tagen wie viele andere Besucher die Alte Bahnhofstraße rauf- und runter zu flanieren; versah indes wie noch am Abend zuvor am Ümminger See nachmittags noch einmal seinen Dienst am Zapfhahn.

Und auch die Macher des Straßenfestes mit Besuchern weit über die Stadtteil- und die Stadtgrenzen hinweg können sich eine Fortsetzung der Symbiose zweier Bürgerveranstaltungen auch in Zukunft durchaus vorstellen, wie Stadtteilmanager Karsten Höser und Tim Linder, Pastor der Freien Evangelischen Gemeinde und Mitglied im Organisationskomitee, versichern. Allerdings: Die Entscheidung darüber wird auf „beiden Seiten“ erst nach einem Resümee und eingehenden Beratungen unter den Bänke-raus-Machern und in der Bezirksvertretung Ost gefällt.