Walli setzt Duftmarken beim VfL-Fanclub

Langendreer. Tosca für die Damen, Hattric für den Herrn: Putzfrau Waltraud Ehlers (Esther Münch) setzte beim Benefizabend für den VfL-Fanclub „Klartext 1848“ im Café Grabeloh so manche Duftmake. Da sie ihr aktuelles Programm „Walli macht Werbung“ präsentierte, nahm sie’s wortwörtlich: Sie versprühte die bekannten Damen- und Herrenparfüms auf die Besucher im ausverkauften Saal.

Die wortgewaltige Putzfrau schrubbte verbal ebenso ordentlich. Das Zwerchfell hatte immer etwas zu tun. Und auch das Gehirn. Denn, so Walli: „Hier gibt’s nicht nur Späßkes, sondern auch Bildung.“

Mit dem Start kam – wie im Kino – die satirische Eigenwerbung. Die Kabarettistin erzählte zum Beispiel: „Wissen se Frau Ehlers, Sie machen süchtig, sagte mir mal eine ältere Dame.“ Die eigenen Werbeartikel folgten: die Einkaufstasche, die Kaffeetasse oder der Aufkleber mit „Ich liebe Walli“. Deutliches Zeichen für den Gastgeber: Die Markenfarbe ist rot, nicht blau-weiß . . .

Ein Querschnitt durch die Geschichte der Werbung folgte. Nasenschilder (Mittelalter) und die Litfaßsäule (1854): mit viel Witz und Wortspiel mündete das in der Nachkriegszeit. Ob Backen mit Dr. Oetker, Fondor für die Speisewürze oder Palmolive beim Spülen: Die Hausfrau als „Erfindung der Werbung“, so Walli, war zudem Thema. Die alten Duftnoten gehörten dazu. Mit Ratespielen zu Werbetexten kontrollierte Ehlers, wie viel dem Publikum davon im Gehirn hängen blieb.

Ein schöner Abend für die Besucher und den VfL-Fanclub. Dieser erzielte gute Einnahmen für das Kinder- und Jugendheim St. Vincenz in der Stadt. „Wir fördern seit Jahren die Kinder- und Jugendhilfe in Bochum“, erklärte Vorsitzender Gunter Unger. Ehrenpräsident Erwin Steden, der ehemalige Stadionsprecher des VfL, habe sich das gewünscht. Steden erklärte: „Ich hatte dort drei Patenkinder. Durch die Unterstützung haben alle studieren und gut in den Beruf finden können.“