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Wald soll der Wissenschaft weichen

24.11.2010 | 18:33 Uhr
Wald soll der Wissenschaft weichen
Infoveranstaltung zum Neubau GD an Ruhr Universität im Hörsaal HGC. mit Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler Bochum, Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Bochum.Eine Informationsveranstaltung klärte Sachfragen rund um den Neubau GD. Es wurde eine neue Entwurfsskizze mit veränderter Grundfläche präsentiert. Nun ist auch der Asta grundsätzlich einverstanden, übt aber dennoch Kritik.

Viele Missverständnisse wegen des geplanten Neubaus GD als Westabschluss des Universitätscampus konnten auf einer Informationsveranstaltung ausgeräumt werden.

Geladen hatten die Dekane der in GC untergebrachten Fachbereiche Jura, Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Auf dem Podium diskutierten der Sozialwissenschaftler Prof. Peter Bogumil, Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler und der Asta-Vorsitzende Jan Keitsch.

Reaktion auf Widerstand

Geplanter Umbau

Mit dieser Veranstaltung reagierte die Universitätsleitung auf Widerstand, der sich gegen den Bau des Gebäudes richtete, vor allem weil der Errichtung von GD ein Stück Wald zum Opfer fallen würde. Zuletzt hatte die Bezirksvertretung Süd, die kein Veto-recht, doch beratende Funktion hat, den Bebauungsplan einstimmig abgelehnt. Auch im Asta regte sich Widerstand, weil es zuvor auch mit der Studierendenschaft keine Kommunikation gegeben hatte.

Auf einer von über 200 Interessierten besuchten Infoveranstaltung im RUB-Hörsaalzentrum erläuterte Weiler gestern die Notwendigkeit des Baus am geplanten Standort: Einerseits sei der Neubau kurzfristig nötig wegen des doppelten Abiturientenjahrgangs ab 2013. Andererseits erläuterte der Rektor die Einbindung von GD in die mittel- und langfristigen Modernisierungsvorhaben mit ihren strukturellen Änderungen in Bereichen etwa der Energieeffizienz der Gebäude, der Erneuerung des Bibliothekswesens und dem ästhetischen Erscheinungsbildes des Gesamtensembles. Gegen Alternativstandorte sprächen viele Argumente.

Asta will mehr Aufforstung

Die musste auch Jan Keitsch anerkennen. Der Asta-Vorsitzende gestand zu, das Vorhaben sei zum jetzigen Zeitpunkt „alternativlos“. Man könne dem zustimmen, ohne allerdings glücklich damit zu sein. Dafür gab er rückwirkend der Uni-Verwaltung die Schuld. Weiler dazu: „Wir sind in einem Prozess und wir lernen daraus.“ Darüber hinaus forderte der Asta eine Aufforstung nicht nur im vorgeschrieben Maße von 3:1, sondern von 5:1. Ebenso mahnte er eine zukünftige intensivere Einbeziehung von Studierenden und kommunalen Entscheidungsträgern an.

Neu ist, dass das Gebäude nun höher und schlanker gebaut werden soll und somit um 30 Meter weniger weit in den Wald hinein reichen wird. Eine entsprechende Entwurfs-Skizze wurde präsentiert. Danach wird GD auch näher an das GC-Gebäude heran reichen. Die Gebäudegrundfläche falle, so hieß es, durch diese Maßnahmen von 8000 auf nur noch 5000 Quadratmeter.

Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 16.12.

Das neue Gebäude soll Ende 2013 die Fachbereiche Jura, SoWi und WiWi aufnehmen. GC stände dann für ca. 3500 zusätzliche Studenten in den Gesellschaftswissenschaften zur Verfügung. Anschließend würden rotierend alle Gebäude modernisiert, das zuletzt frei Gebäude GA soll dann eine modernisierte Unibibliothek aufnehmen. Die Finanzierung von GD in Höhe von ca. 75 Millionen € ist gesichert.

Tom Thelen

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Kommentare
28.11.2010
20:59
Wald soll der Wissenschaft weichen
von suendenbock | #17

Bochumer Problem: Wir wollen nix geben, wir wollen wat haben! Wenn wa wat dafür geben müssen, dann wolln wa datt au nich habn! Du weiset nich, sons kommt noch allet mögliche un dann bisse nur am geben dran! Nix da, Finga wech vonne Bäume, un getz ma n Fiege oda so.

Wat? Wird gebraucht? Heißt nix! Iss au ganz watt anderet!

27.11.2010
17:34
Wald soll der Wissenschaft weichen
von GA_Feueralarm_Opfer | #16

Die Leute die dagegen sind, sitzen wohl im schön sanierten GA

Haben wir zwei GA Gebäude?^^

27.11.2010
13:29
Wald soll der Wissenschaft weichen
von foxbravo | #15

Es ist typisch . Wir sind gegen alles .


Und dabei haben wir den höchsten Baumbestand seit über 200 Jahre

26.11.2010
21:36
Wald soll der Wissenschaft weichen
von Kein Spass mehr | #14

Wenn ich den Schwachsinn des Denkmalschutzes lese, Warum wurde dann nicht die Neubauten in ähnlicher Bauweise errichtet? Und die Planungen für den Umbau der Uni Mitte sind ja schon Größenwahnsinnig.
Vielleicht ist es notwendig Neubauten zu errichten aber nicht in einer Stadt wo mehr und mehr Grünflächen versiegelt werden. Bochum ist bald nur noch Beton wenn die so weitermachen.
Ich hoffe das die Landesregierung wenigstens die Uni Mitte Umbaupläne ablehnen werden. Es muß gespart werden . Wenn ich aber sehe das in bald zu sanierenden Gebäuden für Millionen neue Brandschutzsysteme und Türen usw eingebaut werden die in 2 Jahren wieder rausgerissen werden, frag ich mich was das eine Steuergeldvernichtung die Uni Bochum im moment ist. Und die Neubauten sollen auch voller Mängel sein, Feuchtigkeit jetzt schon usw.
Tolle Bauplaunung sag ich da nur. Die haben alle ihr Geld nicht verdient.

26.11.2010
15:22
Wald soll der Wissenschaft weichen
von rotwang | #13

@#12: Das ist doch Unsinn. Auch GB ist nach der Sanierung nicht gerade toller geworden und auf Grund mangelnden Platzes haben wir Seminare teilweise über den gesamten Campus verteilt. Es mangelt also nicht an Einsicht, dass dringend eine Sanierung samt neuem Gebäude her muss. Es geht lediglich um das Kommunikationsgebahren der Uni und um die Sinnhaftigkeit bestimmter Standorte. Und Nein, das hat auch nichts mit linken Ideologien zu tun, sondern einfach nur mit dem gesunden Menschenverstand.

26.11.2010
11:24
Wald soll der Wissenschaft weichen
von GC-quasi-Bewohnerin | #12

Der Umbau ist dringend erforderlich und wer in GC studiert wird auch dafür sein. Es gibt kaum ein Gebäude was so hässlich ist und marode wie GC. Die Leute die dagegen sind, sitzen wohl im schön sanierten GA oder GB. Oder aber in den neugemachten I-Gebäuden.
Allein der Naturschutz kann mich nicht überzeugen, dass wir weiterhin in Aspest und Baufälligkeit studieren sollen. Dazu ist es auch noch vergammelt und dreckig.
Aber schön das alle sich dagegen wenden, hauptsache es gibt was zu protestieren. Hauptsache Cotra.
Für andere Studiengänge wird soviel mehr getan als für die GC Leute. Endlich sind die Dekane mal dafür und schon kommen die Linken wieder aus ihren Löchern und machen alles kaputt.
Leider werde ich das neue Gebäude nicht mehr an der Uni erleben, aber ich wünsche es den neuen Studenten von Herzen das es klappt und sie bessere Studienbedingungen haben als ich.

26.11.2010
10:10
Wald soll der Wissenschaft weichen
von vantast | #11

@#9: In der größten Finanzkrise alles abreißen und neu bauen, auch das Musische Zentrum, ist eine sinnvolle Alternative? Die Entstehung dieses Archtektentraums und seiner Interessen zu erfahren wäre sehr interessant, leider werden wir die Hintergründe, Urheber nie kennen lernen.

25.11.2010
17:48
Wald soll der Wissenschaft weichen
von 04 Fan | #10

Bitte erst die Grünen fragen !!!!
Frau Roth was sagen sie dazu !!!

25.11.2010
17:35
Wald soll der Wissenschaft weichen
von pro-umbau | #9

son blödsinn vantast. Der Umbau is dringend nötig, es ist alles in marodem Zustand. Eine günstige Variante wird es nie geben. Seh es mal realistisch an und kritisiere nicht nur wenn du eh keine sinnvolle Alternatve hast.

25.11.2010
14:43
Wald soll der Wissenschaft weichen
von vantast | #8

Diese Schlacht ist wohl verloren.
Der beabsichtigte Neubau der zentralen Achse von der Unicenter-Brücke ist die größere Gefahr. Wenn dieser Wahnsinn durchkommt, kann man zu Recht sagen: Die spinnen, die Bochumer. Aber offenbar kommen Architektenträume umso leichter durch, je teurer sie sind. Bisher gibt es keine objektive Notwendigkeit für den geplanten Umbau.

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