Ruhr-Uni
Wäldchen soll neuem G-Hochhaus weichen
04.08.2010 | 17:49 Uhr 2010-08-04T17:49:00+0200
Bochum. Im Zuge der Sanierung der Ruhr-Uni soll die G-Reihe der geisteswissenschaftlichen Institute um einen Neubau GD erweitert werden – dafür muss aber zuerst ein Waldstück weg. Der AStA schlägt Alarm.
Loser Beton, klappernde Gehplatten, überall Löcher – dass die in den 1960er und 1970er Jahren errichtete Ruhr-Uni in marodem Zustand ist, dürfte jedem klar sein, der jemals einen Fuß auf den Campus gesetzt hat. Längst haben das auch das Rektorat sowie der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), dem die Gebäude der RUB gehören, erkannt. Seit 2004 wurde analysiert und geplant, nun steht fest: Bis 2022 soll die Ruhr-Uni nicht nur baulich aufgemöbelt und zum „Lebensraum“ umgestaltet werden, sondern auch konzeptionell umstrukturiert werden. „Die große Rochade“ nennt das Baudezernent Ernst Kratzsch.
Zehn Jahre Sanierung
Zunächst werden die Fakultätsgebäude, da am meisten genutzt werden, in Angriff genommen. Im Osten des Campus wird aktuell das Gebäude ID hochgezogen. Nach Fertigstellung, die in absehbarer Zeit geplant ist, kann mit dem Umbau in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften begonnen werden: Die in IC beheimateten Fakultäten und Institute ziehen nach ID, um und das leer stehende IC kann kernsaniert werden. Nach diesem Prinzip wird in den kommenden zehn Jahren die gesamte Campussanierung voran getrieben.
Eingriff in den Baukörper
Auch die G-Reihe, die Institutsgebäude der Geisteswissenschaften, ist irgendwann „dran“. Auch hier soll ein neues Puffergebäude namens GD errichtet werden. Ein Eingriff mehr in den Baukörper, der einmal mehr nicht ohne Kritik abgeht. Jüngster Streitpunkt ist ist der vorgesehene Standort des GB: Nach dem Willen des Rektorats soll der Neubau aus architektonischen und denkmalpflegerischen Gründen (der bauliche „Look“ Der RUB soll erhalten bleiben) direkt östlich ans GC-Gebäude grenzen. Dafür müsste aber ein Waldstück weg. „Die Abholzung wird aus Gründen der Optik billigend in Kauf genommen“, kommentiert AStA-Chef Jan Keitsch.
Mit Klage gedroht
Haupt-Gegenargument ist der „vermeidbare massive Eingriff in die Natur“, den der Bau von GD in dem Waldgebiet nach Ansicht der Studierendenvertretung bedeuten würden. Laut Bundesnaturschutzgesetz seien „Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes“ und die „Rodung von wild gewachsenem Wald“, der wie im diesem Fall unter Landschaftsschutz steht, unbedingt zu vermeiden. Sogar auf das Mikroklima im Westen des Campus würde sich die Abholzung negativ auswirken und die Studierenden in Seminarräumen und Hörsälen buchstäblich ins Schwitzen bringen, kritisieren die Studierenden. Der AstA behält sich eine Klage gegen den Bebauungsprozess vor.
11:13
Es geht um ein Areal mit Eichen-Buchen-Mischwald als Teil der Landschaft des Lottentals. Es ist Teil eines der wichtigsten Waldgebiete Bochums. Vom AStA sind Alternativen aufgezeigt worden.
21:07
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08:24
Und wo sollen dann die unzähligen Hunde Pipi und Aa machen? Auf den Gehwegen?
22:08
Das ist kein Wald - sondern Gestrüpp! Da wohnt kein Hase und da lebt kein Specht. Da lebt nix - ausser ab und zu ein Sextäter im Versteck. Abholzen und bauen!
22:40
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22:40
Optischen und Denkmalpflegerischen Gründen. So ein schwachsinn. Die bauen doch jetzt schon nicht mehr wie es in den 60er mal aussehen sollte.
Denkmalschutz wäre für mich das es so wieder hergestellt wird wie es geplant war, dann schaut auch mal den Plattenbau von ID und IDN und bald ICN an.
Es passt sich hervorragend an die alte denkmalpflegerische Bebauung an. ^^
Alles Spalter.
22:40
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22:33
An der RUB spielt Geld keine Rolle. Es ist genug da denn sonst würden sie keine Größenwahnsinningen Projekte stemmen wollen.
Sowas gabs ja früher schonmal, ziemlich lange her, da hatte auch jemand größenwahnsinnige Ideen.
Die sollen gefälligst die Wälder stehen lassen und sich was anderes einfallen lassen, Es gibt genug gepflasterte Flächen wo sie ihre Bauten hinballern können.
Eine schande ist es das in Bochum immer mehr Grüne Flächen zugebaut werden, Felder, Wälder usw.
08:58
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08:58
wir haben gelernt. wir wollen den klimawandel noch abwenden. wir hacken das letzte wäldchen ab.