Kommentar

Vorwürfe sind ernst zu nehmen

Manfred Baasner ist nicht unumstritten. Der Tafel-Chef gilt (Ex-)Mitarbeitern und Kunden als unbequem, kompromisslos. Eines indes kann Baasner nicht unterstellt werden: ein Ausländerfeind zu sein. Dafür hat er in den letzten fast 20 Jahren zu vielen Menschen ausländischer Herkunft geholfen und Arbeit gegeben. Sein soziales Wirken steht außer Frage. Umso ernster sind die Vorwürfe zu nehmen, die er im WAZ-Gespräch erhebt. Erbärmliche Szenen spielen sich demnach an den Ausgabestellen ab. Zuwanderer und Flüchtlinge sollen unflätig, mitunter gewalttätig Lebensmittel einfordern. Zustände, die die WAZ bei einem Besuch gestern nicht bestätigt fand. Die AG Flüchtlinge ist ein gutes Gremium, in dem Baasner seine Schilderungen belegen kann. In der Praxis bleibt nur: Hausverbot für renitente Kunden! Der Großteil der Bedürftigen darf nicht unter den Unverschämtheiten einiger weniger leiden. Ob Deutsche oder Ausländer, ist dabei völlig egal.

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