Vorerst wird die Stadt nicht fahrradfreundlich werden

Zumeist dauert es länger als mit dem Auto, wenn man mit dem Fahrrad von A nach B kommen will. Im August bereits hat die Stadtverwaltung einen dicken Aktenordner an die „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V.“ (AGFS) verschickt, um dort Mitglied zu werden. Viele andere Kommunen wie Dortmund, Essen und Herne sind dort bereits aktiv. Bis auch Bochum diesem Netzwerk angeschlossen ist, wird es noch dauern. Vielleicht sogar Jahre.

Das zumindest sagt Christine Fuchs, Vorstandsmitglied der AGFS. „Es gibt unterschiedliche Städte. Bei manchen dauert es drei Jahre, bis ein Antrag durch ist. Das muss für Bochum nicht zwingend der Fall sein.“ Allerdings müsste der Antrag zunächst einmal bearbeitet werden. Bislang aber liegt er unbesehen bei der Arbeitsgemeinschaft.

„Wir hatten zuletzt ausschließlich damit zu tun, für 34 Kommunen eine Verlängerung der Mitgliedschaft zu überprüfen. Erst jetzt werden wir dazu kommen, auch den Bochumer Antrag zu prüfen. Zwei Experten werden drauf schauen, erst dann erfolgt die weitere Vorbereitung, bei der die Städte auch Hausaufgaben, eine Art Coaching bekommen. Wichtig ist auch, den ADFC auf seiner Seite zu haben.“

Das aber ist in Bochum (noch) nicht der Fall. Was auch Fuchs weiß: „Bochum ist als fahrradfreundliche Stadt ein bisschen umstritten.“ Freundlich ausgedrückt.