Vorbildlich

Tod auf Gleis 3: Wenn Burnout
das Leben raubt.

Auch wenn Burnout keine eigenständige Krankheit darstellt und sich dahinter oft eine Depression verbirgt, ist es mutig und vorbildlich, dass Frau Zuch nach dem Suizid ihres Mannes an die Öffentlichkeit geht, um wach zu rütteln. In psychischen Krisen benötigt der Erkrankte die Unterstützung seiner Angehörigen, weil er aus eigener Kraft oft nicht in eine Behandlung finden kann. Es ist Aufgabe des Hausarztes, in schweren Fällen auch über Akuteinweisung zu informieren und nicht „nur“ über stationäre Behandlung. Daneben können sich Menschen in Krisen rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden. Im jetzt sechsten Jahr informiert das Bochumer Bündnis gegen Depression in monatlichen Veranstaltungen öffentlich über Themen wie Depression, Burnout und Suizidalität, ermutigt zur Inanspruchnahme von Hilfe, klärt über Hilfsangebote auf und tritt aktiv für die Enttabuisierung psychischer Erkrankungen ein, um die Suizidrate zu senken. Betroffene und Angehörige sollten sich frühzeitig über die Erkrankung informieren und Wege der Hilfe zusammenstellen.

Sabine Schemmann

1. Vorsitzende des Bochumer Bündnisses gegen Depression