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Von Opel leider keine Autospuren

02.02.2010 | 19:53 Uhr

Auf der Messe „Car-connetcs” im Ruhr-Congress informierten zahlreiche Aussteller Stundenten und Absolventen über Karrieremöglichkeiten in der Automobilbranche

Sara Damirchi

Um das „Zaubergefährt”, wie der Schriftsteller Marcel Proust das Auto einst nannte, und die damit verbundenen Karrieremöglichkeiten drehte sich alles beim ersten Tag des 10. CAR-Symposiums im Ruhr-Congress. Auf der Messe „Car- Connects” informierten 87 Aussteller kostenlos Studenten und Absolventen aus ganz NRW und Holland über den Einstieg in die Automobilbranche.

Von Audi über BMW, Daimler, Ford, Porsche bis VW – viele namhafte Fahrzeughersteller präsentierten sich bei „Car-Connects” den Ingenieuren von Morgen. Mit einer Ausnahme: Von Opel war auf der Messe keine Spur. Dafür waren andere Unternehmen und Einrichtungen mit Bezug zur Region, etwa Evonik, Thyssen-Krupp oder aber die Wirtschaftsförderung der Stadt Bochum, vertreten.

Am Stand mit der Nummer 63 bemühte sich Holger Born von der Wirtschaftsförderung, zu zeigen, dass Bochum in Sachen Automobilindustrie nicht nur das Opel-Werk, sondern auch eine „Vielzahl von kleinen und mittelständigen Automobilzulieferern” zu bieten hat. Und weil manche von ihnen „jetzt in der Finanzkrise wachsen”, beurteilte Born die Zukunftschancen für Ingenieure in Bochum als „nicht schlecht”. Stellvertretend für die Bochumer Firmen, die sich keinen eigenen Stand auf der „Car-connects” leisten konnten, informierte er über Praktikumsplätze oder Diplomarbeiten.

Den ersten Kontakt zwischen Studenten und Unternehmen herstellen, Tipps für die richtige Bewerbung geben, darauf zielt die Messe besonders ab. „CAR-connects ist deutlich mehr als eine Stellenbörse”, erklärte Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR (Center Automotive Research)-Instituts an der Universität Duisburg-Essen, die die Messe veranstaltet. „Wir wollen Informationen und Kontakte vermitteln, die es erlauben, das Studium gezielt auf den Einstieg in die Automobilindustrie auszurichten”, erklärte Dudenhöffer.

Wer frühzeitig Praktika absolviert oder seine Abschlussarbeit in einem Unternehmen schreibt, der hat laut Dudenhöffer später bessere Einstiegschancen.

Nach dem Studien sofort eine Anstellung finden, darauf hofft auch Marc Bialucha. Der 26-Jährige hat seine Diplomarbeit bei BWM geschrieben, im März wird er die Universität Duisburg-Essen als Maschinen- und Anlagenbauer verlassen. Ob sich die Zeit beim bayerischen Automobilhersteller für Bialucha bezahlbar macht, wird sich noch zeigen. Seine Betreuer bei BMW haben ihm jedenfalls schon signalisiert, dass „eine Festanstellung derzeit nicht möglich ist.” Doch Aufgeben will Bialucha nicht. Er hat an diesem Tag das Seminar „Einstiegschancen gezielt nutzen” besucht und gehört, wie er seiner Bewerbung den perfekten Schliff verpassen kann. Darüber hinaus hat der 26-Jährige einen Stapel Lebensläufe dabei, die er später an einigen Messeständen verteilen möchte.

Auf Helge Kroll aus der Personalabteilung von Thyssen-Krupp machen die Bochumer Messebesucher „einen gut vorbereiteten Eindruck”. Weil viele, wie Bialucha, ihren Lebenslauf in der Tasche haben. Für Kroll geht es bei einer guten Bewerbung übrigens nicht nur um gute Noten. Sondern um „Praxiserfahrung, Kreativität und Leidenschaft”.

Sara Damirchi

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