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Von Laban bis Lavendeleis

01.06.2008 | 14:26 Uhr

Koch-Doku "Das perfekte Dinner" kommt ab 9. Juni aus Bochum.Fünf Kandidaten und Hobbyköche wetteifern mit drei Gängen um den Meistertitel

Alles begann mit einer Meldung in der Bochumer WAZ: "Ich las, dass für die Koch-Doku ,Das perfekte Dinner' Teilnehmer aus Bochum gesucht werden. Also schrieb ich hin." Wie Alexander Markus Hintz (41) kamen mit Beate Westbeld (51), Luzian Schwiger (28), Seble Stemmer (30) und Benjamin Rios Y Gallego (28) vier weitere Hobbyköche hinzu, das Quintett konnte loslegen. Was die vier Bochumer und ein Herner auf die Tische gezaubert haben, wird in der Woche vom 9. bis 13. Juni zu sehen sein.

Alexander Hintz hat das Kochen entdeckt, als er sein Elternhaus in Hamburg verließ, um in Nürnberg zu studieren. "Das war zu weit, um am Wochenende mal eben nach Hause zu fahren. Also begannen wir in der WG, uns selbst zu versorgen." Zudem guckte er mit Leidenschaft Kochsendungen, "damals gab's noch nicht so viele, aber immerhin genug, um Anregungen zu bekommen". Als er ins Ruhrgebiet kam, freundete sich der Weitmarer Teamleiter im Kundenservice mit dem Koch eines Restaurants an, und gemeinsam ging's fortan ans Rezepte verfeinern, ausprobieren und kreieren.

Hintz schwört auf frische Zutaten. Gern bekocht er am Wochenende seine Familie; seine Vorliebe für die mediterrane Richtung indes teilen seine kleinen Töchter bislang nur bedingt: "Es reicht nicht weiter als Spaghetti mit Tomatensauce."

Gedreht wurde Ende April, "von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts". Alle Teilnehmer sind beim Einkauf zu sehen, anschließend bei ihren Vorbereitungen für ihr Drei-Gänge-Menü in der eigenen Küche. Dann kommen die vier anderen Kandidaten, die die Kochkünste des jeweiligen Gastgebers testen und später auch benoten müssen. Sieger ist der/die Teilnehmer/in mit der höchsten Punktzahl (wer, wird hier noch nicht verraten). Zwei Kamerateams lösten sich am Set ab. Live gedreht wurde allein beim Vertilgen der drei Gänge: "Die Zeit wurde uns gelassen", erinnert sich Alexander Hintz.

"Ab in den Süden" heißt es etwa bei Ben, Justizvollzugsbeamter aus Günnigfeld. Der gebürtige Bochumer mit spanischen Eltern hat das Kochen nach einem schweren Unfall seines Vaters schon als Kind erlernen müssen. Ben serviert seinen Gästen eine "Salat-Feigen-Blume", gefolgt vom Martini-Hühnchen mit Kräuter Ciabatta und Gemüse und später Lavendeleis mit Pfirsichkompott. Luzian liebt's eher deftig. Der selbstständige Autoverkäufer aus Herne pflegt am Herd das Motto "frei nach Schnauze". Seine Menüfolge lautet Taubensuppe mit Grießklößchen, Rehrücken, Klöße, Spargel, und Schokoladenkörbchen mit Früchten.

"Afrikanischer Abend", so hat die Nageldesignerin Seble ihr Dinner überschrieben. Reminiszenzen an die alte äthiopische Heimat treten deutlich hervor bei Laban bi Rokka mit Brot (Rucola in gesäuerter Milch), beim Hauptgericht mit Kitfo, Tibs und Doro Wet (scharf mariniertem Rinderhack, Huhn in scharfer Sauce mit Gemüse). Später gibt's gebratenes Mus mit Eis.

Hausfrau Beate aus Altenbochum stellt ihren Speiseplan auf nach der Devise "Futtern wie bei Muttern": Zuvor serviert sie Matjessalat mit Pellkartoffeln, Stielmuseintopf mit grobem Brot und Bärlauchbutter und hinterher Kalte Schnauze.

Alexander schließlich tobt sich italienisch aus mit Krabbentartar mit Tomatengelee, Mango-Chili-Chutney und frittiertem Basilikum, Ossobuco (Kalbsbeinscheibe) mit Ratatouille, Spinat und Pasta und schließlich gefüllten Hippen (Gebäck) mit Himbeersahne und Früchten.

Von Sabine Vogt

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