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Von Bilbao bis Bochum

02.09.2008 | 19:25 Uhr

Das hiesige Unternehmen bocad entwickelt Software für die Konstruktion verschiedener Bauwerke.Firma wurde vor 25 Jahren von fünf Bauingenieuren gegründet

Dr. Matthias Schlensker, Dr. Peter Haake, Dr. Michael Falck und Ulrich Kammertöns jeweils mit Datenspeichern im Lauf der Entwicklung. Foto: WAZ, Karl Gatzmanga

Das Guggenheim-Museum in Bilbao, das Bursch-Al-Arab-Hotel in Dubai, das Phaeno-Museum in Wolfsburg oder das Audi-Zentrum an der Gahlenschen Straße in Bochum - alle diese Bauwerke wurden mit der Software des Bochumer Unternehmens bocad konstruiert.

"Immer wenn komplizierte architektonische Formen umgesetzt werden, kommen unsere 3D-Cad-Programme zum Einsatz", erklärt bocad-Geschäftsführer, Dr. Matthias Schlensker. Mit Hilfe der Software könnten z.B. aufwändige Modelle für Glas-, Stahl- oder Betonkonstruktionen berechnet und dann gefertigt werden.

Die Software werde von Ingenieuren und Architekten, aber auch von Schlossern und in der Fertigung eingesetzt. "Mit unseren Programmen können Teile auf Knopfdruck gefertigt werden, sie ist Standard im Cad-Bereich", erläutert der Geschäftsführer. Vorteil sei der durchgängige Datenfluss, beginnend bei den Modellen, über Entwürfe und Zeichnungen, bis hin zur Programmierung.

Bei der Konstruktion von rund einem Viertel der Nutzbauten in Deutschland, zum Beispiel bei Bau- oder Supermärkten, schätzt Schlensker, sei die Software seines Unternehmens zur Anwendung gekommen. Weltweit würden die Programme rund 5000 Mal an 1900 Standorten verwendet.

"Unsere technische Flexibilität und unser partnerschaftliches Verhältnis zu den Kunden hat uns so weit nach vorne gebracht", sagt Schlensker.

Vor 25 Jahren wurde die Firma mit Sitz Am Umweltpark von fünf Bauingenieuren gegründet, die sich von der Ruhr-Universität kannten. "Inzwischen sind wir Marktführer in Deutschland und Osteuropa", so Schlensker, dessen Unternehmen einen Umsatz von rund 6 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet. 40 Mitarbeiter hat die Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Bochum, außerdem gibt es weltweit Partnerfirmen, u.a. in Malaysia, Italien und dem Iran. "Großes Augenmerk legen wir auf den osteuropäischen Markt, dort gibt es großen Innovationsbedarf", ist sich Schlensker sicher.

Von Larissa Mohar

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