Vom Bergbau geprägt

Die Kohlenstraße hat ihren Namen nach dem „Gahlenschen Kohlenweg“, der einst die Kohleniederlagen der Zechen an der Ruhr mit den Häfen und Umschlagplätzen an der Lippe bei Dorsten verband. Die Trasse der Kohlenstraße folgt dieser historischen Städteverbindung.

Bevor die Ruhr schiffbar wurde, sollte die Kohle aus den Stiepeler und Weitmarer Gruben mit Pferdefuhrwerken über Land bis zur Lippe gebracht werden. Deshalb wurde schon 1765 eine befestigte Straße von Bochum über Eickel - Crange - Erle - Buer - Dorsten nach Gahlen an der Lippe geplant.

Dort wurde ein Magazin errichtet, aus dem die Kohlen in die Lippekähne umgeladen und in Richtung Rhein und nach Holland verschifft wurden. 1768 wurde der „Gahlensche Kohlenweg“ fertiggestellt – allerdings war die Straße in einem so schlechten Zustand, dass sie für die schweren Pferdefuhrwerke letztlich fast unpassierbar war und deshalb auch nur wenig genutzt wurde. Nach der Schiffbarmachung der Ruhr Ende der 1770er Jahre verlor der Kohlenweg an Bedeutung. JBS