Visueller Kunst in Bochum kann man sich nicht entziehen

Matthias Danberg (links) und Gisbert Danberg im Kunstraum Unten.
Matthias Danberg (links) und Gisbert Danberg im Kunstraum Unten.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Im Kunstraum Unten präsentiert Galerist Gisbert Danberg einen Künstler, der ihm bestens vertraut ist: Matthias Danberg, seinen Sohn.

Bochum.. Am Samstag (17.1.) wird Matthias Danbergs Ausstellung „Order“ eröffnet. Im Vordergrund steht der neue 3D-Animationsfilm des Künstlers. Seit fast eineinhalb Jahren in Produktion, findet die Auseinandersetzung mit Film, Sound und verschiedenen Erzählmustern ihren vorläufigen Höhepunkt in einer surrealen Utopie.

Biologische Skulpturen, neue Menschen, androide Entscheidungsträger, klassische Landschaften und eine atomare Katastrophe zeichnen das Bild einer unbeständigen Welt. In diesem Bilderfluss ist nicht länger klar, was warum entsteht oder vergeht; aber es scheint eben auch nichts unmöglich.

Kunsthistorische Wegmarken

Mittels Split-Screen-Technik gelingt es dem Künstler in dem nur 36 qm kleinen Ausstellungsraum eine fast drei Meter hohe und zehn Meter breite Videoprojektion auf zwei benachbarte Wände zu bringen. Und das sehr intensiv: Bild & Sound kann sich der Besucher kaum entziehen. Er fühlt sich mitten in die Szene versetzt und ist nicht länger der distanziert reflektierende Betrachter.

In der Vitrine gegenüber des Ausstellungsraums präsentiert Matthias Danberg (Jg. 1981) eine Installation, die sich anschickt, die vielen Möglichkeiten seines Filmes um eine reale Komponente zu erweitern. In Anlehnung an die Figuren-Aufsteller in Kinofoyers oder den kunsthistorischen Wegmarken wie Tom Wesselmann oder Hovard Kanovitz stellen sich dem Betrachter cut-outs entgegen, die sich eine eigene – und eigenartige – Welt zwischen Pop, Cinema, klassischer Plastik und Cyberpunk zusammenkonstruieren.