Vier Rundgänge und ein Pflichtbesuch

Wird das Bergbaumuseum bald so wie in die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen aufgestellt sein?

So ähnlich. Es wird in jedem Fall vier Rundgänge geben, der jeder für sich steht, damit man sich etwas aussuchen kann. Unsere Besucher sind nicht mehr Bergbau affin, das Ruhrgebiet hat eine andere Bevölkerungsstruktur. Wir können nicht mehr nur Steinkohle zeigen, sondern wollen auch darstellen, wie wir heute mit Georessourcen umgehen, dass heutzutage viele Rohstoffe gefördert werden, die man für das Mobiltelefon benötigt. Wir wollen auch das Recycling zeigen und wie der Mensch in den vergangenen Zeiten mit der Rohstoffgewinnung umgegangen ist.

Ab wann gibt es die Rundgänge?

Jetzt gebe ich ihnen meine Vision. Meine Hoffnung ist Ende 2018. Ich möchte das mit Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland 2019 umgesetzt haben. Wir sind durch die Evaluierung beflügelt.

Gibt es 2015 neue Ausstellungen?

Die erste wird eine sein, die schon im Landtag hing: Keine Kohle mehr heißt sie. Ende 2015 wird es „Bergauf – Bergab“ geben. Da geht es um die Alpen als frühester Ressourcengewinnungsort.

Das Bergbaumuseum ist das größte seiner Art. Muss man da als Stadt nicht reagieren und den Schülern einen Pflichtbesuch vorgeben?

Verschreiben kann man das nicht. Aber das wäre schon eine gute Idee. Lassen sie es mich anders sagen: wir wollen so gut sein, dass die Schüler nicht an uns vorbeikommen. Wir wollen klarmachen, dass wir alle mit durch bergbaulich gewonnenen Rohstoffen zu tun haben. Darauf hinzuweisen ist jetzt unserer Anspruch und nicht erst in Zukunft.