Viel Herzblut für das Kortumkarree

Seit Montag laufen auf Gut Heckhuesen in Gerthe, dem Firmensitz der Häusser-Bau GmbH und einer der schönstgelegenen Arbeitsplätze in der Stadt, die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier auf Hochtouren. Sternekoch Nelson Müller kredenzt am Freitag den Gästen kulinarische Köstlichkeiten.

1982 hat die Häusser-Bau den schmucken Firmensitz bezogen, der auf den ersten Blick aussieht wie ein großes Gestüt. Der Pferdebetrieb im hinteren Teil des Anwesens ist allerdings kein Hinweis auf eine Passion des Inhabers, sondern eine baurechtliche Notwendigkeit, um die Nutzung des Verwaltungstrakts im Außenbereich zu ermöglichen. Mit Pferden hat Werner Heckendorfs nichts am Hut, das Reiterareal ist verpachtet.

Sehr wohl aber hat er etwas mit Gebäuden zu tun. Der „Kaufmann durch und durch“, wie Geschäftsführerin Brigitte Jendryczko sagt, ist dabei eigentlich unverdächtig, sein Geschäft jenseits der Fakten zu betreiben. Wer kauft und verkauft, der darf keine emotionale Bindung zu seinen Immobilien aufbauen.

Ausnahmen bestätigten die Regel – mindestens in zwei Fällen. Der eine betrifft den idyllisch gelegenen Firmensitz, der andere die jüngste von einigen imposanten Gewerbeentwicklungen, zu denen etwa der Kennedy-Tower in Essen oder die Bochumer Stadtbad-Galerie gehören. Hervor sticht daraus das Kortumkarree in der Huestraße, mit dem Heckendorf bundesweite Beachtung gefunden hat. 50 Millionen Euro stecken in dem Projekt, mit dessen Fertigstellung im Sommer 2012 Bochums Innenstadt aufgewertet wurde. „Das steckt Herzblut drin“, sagt Werner Heckendorf.