Fotografien
Vertriebenen-Austellung zeigt bewusst nur einen Blickwinkel
20.10.2009 | 15:13 Uhr 2009-10-20T15:13:00+0200
Bochum. Die Ausstellung „Die Nakba" zeigt anhand von Flüchtlings-Porträts die Situation aller aus Israel Vertriebenen. Zu sehen sind die Aufnahmen vom 22. Oktober bis 6. November im Foyer der Bochumer Volkshochschule.
Katastrophe – unter dem Schatten dieses Wortes steht die Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948". „Nakba" bedeutet auf arabisch Desaster und zeigt bis zum 6. November im Foyer der Volkshochschule das Schicksal der aus Israel Vertriebenen.
„Wir haben die Wanderaustellung anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Staates Isreal ins Leben gerufen", erklärt Ingrid Rumpf vom Verein Flüchtlingskinder im Libanon. „Die Nakba" beschränkt sich dabei nicht nur auf die Palästinenser, die in den Libanon flüchteten, sondern porträtiert anhand von ausgewählten Biografien ebenfalls das Leben derer, die in andere Nachbarstaaten flohen.
Aufklärungsarbeit leisten
13 Schautafeln mit zahlreichen Bildern und ausführlichen Erklärungen informieren über die ersten jüdischen Einwanderer in Palästina bis zur heutigen Situation der politischen Flüchtlinge. Der Arbeitskreis Palästina NRW hat die Ausstellung nach Bochum geholt. „Um zu zeigen, dass die Ereignisse der Vergangenheit ungerecht sind", sagt Sabine Böhnke-Egbaria. Die Gründung des Staates Israel sei für die Palästinenser bis heute mit Vertreibung und Elend verbunden. Böhnke-Egbaria ist sich bewusst, dass die Ausstellung „nur einen Blickwinkel zeigt". Es gehe darum, fehlende Informationen zu liefern und Aufklärungsarbeit zu leisten. Die dargelegten Fakten stammen laut Ausstellungs-Begründerin Rumpf von „deutschen und israelischen Historikern sowie von palästinensischen Autoren."
Ein propagandistisches Anliegen verfolge der Arbeitskreis mit „Die Nakba" auf keinen Fall. „Unser Ziel ist es, mit der Ausstellung Raum für Gespräche zu schaffen", betont Böhnke-Egbaria. Gelegenheit zur Diskussion haben Besucher am Donnerstag, 22. Oktober, ab 18 Uhr bei der Ausstellungs-Eröffnung. Um 20 Uhr referiert Böhnke-Egbaria über die Siedlungspolitik Israels und zeigt den Film „Die eiserne Mauer". Die Veranstaltung findet im Clubraum der VHS statt, die Teilnahme ist kostenlos.
19:37
Hier wird Antisemitismus aller erster Güte betrieben, fragt sich doch ob das nicht ein Fall für den VS ist.
18:32
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:08
Es hat keine Vertreibung aus Israel stattgefunden. Die Palästinenser sahen sich gezwungen aus dem neu gegründeten Staat Israel zu fliehen, da die arabischen Nachbarstaaten Israel den Krieg erklärt hatten. Die Palästinenser hofften nach einer Niederlage Israels zurückkehren zu können, doch Israel gewann den Krieg und die Palästinenser blieben auf der Strecke oder waren zu stolz um um Rückkehr zu bitten.
So haben wir das zumindest in der Schule gelernt. Das Wort Vertreibung wäre in diesem Zusammenhang somit Geschichtsklitterung und eine Propagandalüge! Dass sich ein staatliche Volkshochschule als Podium für politische Desinformation missbrauchen läßt, muss Konsequenzen haben!
16:27
Endlich mal eine Ausstellung seitens der Betroffenen ohne den typisch westlichen medialen Mainstreamblick.
15:51
Der Versuch, Aufklärungsarbeit zu leisten, ist zum Scheitern verurteilt, wenn die Sache nur aus einem Blickwinkel betrachtet wird.