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Versteckspiele, Nervosität und Beschwörungsformeln für Opel Bochum

22.05.2012 | 09:00 Uhr
Foto: Ingo Otto

Bochum.  Vor wem sollte die Belegschaftsversammlung versteckt werden? Besser noch: Was sollte eigentlich versteckt werden? Es zeigt viel von der derzeitigen Nervosität des Opel-Managements, dass Blicke behindert werden sollen.

Bangen um Opel in Bochum: Die „Geheimverhandlung“ in Ellesmere Port zeigt, wie sich GM die Zukunft vorstellt. Da wird offenbar hinter verschlossenen Türen gekungelt und das ganz bestimmt nicht, um bessere Bedingungen für die Beschäftigten herauszuschlagen.

Rainer Einenkel beschwor die Solidarität der deutschen Opel-Beschäftigten. So etwas könne nicht passieren, man lasse sich nicht auseinander dividieren, ziehe an einem Strang. Jahr für Jahr zahlten jetzt schon allein die Bochumer Beschäftigten über Lohnverzicht 20,6 Mio. Euro, als ein Bestandteil des Vertrages, der die Sicherung der Standorte bis 2014 festlegt. Jetzt gebe es nichts mehr zu holen: „Wir sind es leid“, so der Gewerkschafter wörtlich.

Es wird sich zeigen, ob die Solidarität hält – bis zur Aufsichtsratssitzung am 28. Juni, wo der neue Sparplan verabschiedet wird.

"Lasst Opel nicht sterben"

Michael Weeke


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