Verabredung zur Currywurst übers Internet
27.05.2010 | 14:14 Uhr 2010-05-27T14:14:00+0200
Bochum.Kontaktaufnahme im Web ist in Zeiten von Twitter und Co. kein Problem. Um Bekanntschaften nicht auf die Netzwelt zu beschränken, gibt es Twittagessen. Im Kurz-Interview erzählt Barbara Stallheinrich über ihre Idee des Currywurst-Treffs in Bochum.
Im Internet kennen sie sich schon länger: @MACerkopp , @WBCenobyte und @akascha85. Die drei sind im Microbloggingdienst Twitter aktiv. Um solche Bekanntschaften nicht nur auf die virtuelle Welt zu beschränken, gibt es das Twittagessen, ein ungezwungenes Treffen hungriger Twitterer.
Barbara Stallheinrich aus Bochum, die als @akascha85 ihren Followern unter anderem aus ihrem Leben als Twitterfan, Ruhrgebietspatriotin,schwarzgelber Fußballfan, Leseratte, Coffee-Junkie und Katzenbesitzerin erzählt, hat für den 28. Mai zu solch einem Essen unter Twitter-Fans eingeladen. Nämlich zum @bratwursthaus am Engelbertbrunnen. In einem Kurz-Interview im 140-Zeichen-Stil mit @derwestenbochum hat sie über die Idee erzählt.
Für den 28. Mai hast du zu einem Twittagessen eingeladen. Wie ist denn bis jetzt die Resonanz?
@Akascha85: Überwältigend! Ich glaube wir sind bei 60 Anmeldungen! Mir wurde zugetragen, es sei das bisher größte Twittagessen.
Dass es in Bochum ein Twittagsessen mit Currywurst sein muss, war da klar?
Also das @bratwursthaus ist doch hier Kult und gehört zu Bochum wie @moritzfiege! Da gab es kaum eine Alternative ;-)
Hattest du denn mit solch einer Resonanz gerechnet?
Nein, nie im Leben! Ich war von 15-20 Leuten ausgegangen! Das ist so der übliche Schnitt bei solchen Veranstaltungen.
Worum geht es eigentlich bei solch einem Twittagessen?
Darum die Menschen, mit denen man ja teilweise schon seit Monaten bei Twitter „spricht“, endlich einmal auch zu treffen.
Und wie ist das so, wenn sich Twitterer in real life begegnen?
Merkwürdig aber schön! Man „kennt“ die Anderen ja durch Twitter und es ist schon spannend, wer sich hinter dem Avatar wohl „versteckt“!Man ist sich vertraut aber auch fremd!Habe aber durchweg positive Erfahrungen mit sog. Tweetups.
Hat vielleicht auch etwas von einem Blind date, oder?
lol! Ein wenig schon!!
Nochmal zum Twittagessen. Mit 60 Leuten hat es etwas von nem Flashmob. Wie haben die Leute @bratwursthaus reagiert?
Als wir bei 40 Anmeldungen waren, habe ich mal vorsichtig gefragt, ob sie das stemmen können! Klar, war die Antwort! Es sei eine gute Übung für BochumTotal! Sie haben den Link zur Anmeldung auf ihre HP gestellt!
Zumal es ja ein Freitag ist, an dem sicher einiges los ist. Wird’s ne 2. Auflage geben, für die, die nicht können?
Von mir aus gerne!! Vielleicht noch mal im Sommer! Falls der jemals kommt!!
Und danach geht es noch gemeinsam durchs Bermuda-3eck?
So hatte ich es ausgeschrieben!
Noch ein letzter Appell?
Also! Kommt alle am 28.05.2010 um 19.30 Uhr zum Twittagessen am @bratwursthaus in Bochum! Auf dass wir die 70 Teilnehmer schaffen.

22:16
ps... das Foto sieht nicht so lecker aus....
14:26
ich nutze zwar weder twitter noch facebook. wers aber gerne möchte: bitte sehr. ich häng eh schon zuviel im internet rum (berufsbedingt, aber auch privat). worin allerdings der unterschied besteht, ob ich mich per telefon, postkarte oder twitter zu einem realen treffen mit echten menschen verabrede, erschließt sich mir hier nicht. hauptsache, man trifft sich und hängt nicht den ganzen tag in irgendwelchen virtuellen welten wie second life oder ähnliches. ich wünsche allen essern heute abend guten appetit.
13:39
...die Tippfehler bitte ich zu entschuldigen.
13:38
Twitter ist tatsächlich etwas das auch bei mir mindestens eine halbe Stunde am Tag meiner Zeit frisst. Aber ist das schlimm?
Nein. Denn die Personen mit denen ich interagiere kenne ich meist ohnehin persönlich. Ich nutze Twitter also um mit ihnen in Kontakt zu bleiben, das nächste Treffen zu vereinbaren oder um neue Leute kennen zu lernen.
Mein soziales Umfeld wurde dadurch eher bereichert. Ich bin recht frisch im Pott und habe bereits jetzt zwei neue Bekannte gewonnen, zu denen ich sicher noch länger Kontakt halten werde (und ja - wir treffen uns persönlich, Besuchen Kulturveranstaltungen, trinken mal ein Bier etc.).
Einige Andere, denen ich auf Twitter folge versorgen mich mit Nachrichten und Kommentaren zu Themen die mir wichtig sind. Das viel beschimpfte sinnfreie Geplapper gibt es natürlich auch bei Twitterlässt sich aber ganz gut ausblenden. Ich werde ja nicht gezwungen, Leuten zu folgen, deren Tweets ich nicht lesen mag.
Twitter ist ein Werkzeug zur Kommunikation und kein Ersatz für das sogenannte RealLife. Auch wenn wir Nutzer gerne selbst mit diesem Vorurteil spielen. Zugegeben - am Anfang mag es kurz verwirreend sein. Aber das ist mit jeder neuen Möglichkeit zur Kommunikation so.
Übrigens fühle auch ich mich durch die Bezeichung Jugendlicher extrem geschmeichelt. :)
In diesem Sinne: Guten Appetit heute Abend - wir sehen uns in Bochum.
12:48
Dann doch lieber ein Analphabet in geselliger Runde.
Was nützt mir mein Geschreibsel auf dem Monitor , wenn ich alleine in meiner Bude hocke oder noch schlimmer , wenn ich trotz Partnerschaft twittern MUß.
Gehört das nicht schon zur Normalität : 2 Menschen , 2 Zimmer , 2Computer ,Cola und Pizza...............
Wo bleibt die Gemeinschaft , das miteinander ?
12:31
Wie gut, dass ihr alle so im Bilde seit, wie alt die Leute sind, die sich heute Abend treffen werden, bzw. im Allgemeinen: die die Twitter & Facebook nutzen.
Schon mal nachgefragt? Ich denke der Durchschnitt wird bei knapp unter 30 liegen. Aber danke, ich freue mich, dann immer noch als Jugendlicher zu zählen.
Dazu sollte ebenfalls noch gesagt werden, dass das die Zukunft ist und jeder der sich ihr verweigert, irgendwann, in gewisser Weise, ein Analphabet sein wird.
12:14
Mit jeder neuen Technik wird der Untergang prophezeit.
Jugendliche wachsen selbstverständlich mit der Technik auf und nutzen sie.
Früher haben Teenies Stundenlang am grauen Wählscheibentelefon gehangen, heute twittern sie.
PS. wer hat denn das Currywurst-Bild ausgesucht ?
Das ist ja gruselig.
Das könnte man auch zum Thema Darmspiegelung benutzen, oder brutaler Verkehrsunfall, Fahrer bis zur unkenntlichkeit verstümmelt..
10:38
Was ein richtiges , kommunikatives und vor allem aktives Leben ausmacht ,wird doch durch Computer und Internet zunichte gemacht.
Nie zuvor gab es so viele dicke , wenn nicht sogar fette Menschen wie jetzt.
Viele sind doch garnicht mehr fähig , sich ausdauernd zu bewegen oder ganze Sätze zu sprechen.
Wenn jetzt im Sommer die Menschen aus ihren Löchern gekrochen kommen , erschrecke ich mich des öfteren schon über das körperliche Ausmass mancher Teenager.
09:49
Zu #2
Ich glaube hier spricht ein bisschen der Neid mit.
Ich gehöre der viel älteren Generation an, finde aber diese Art des Treffs ganz toll.
Die Jugendlichen treffen sich doch besser wie hier
zum Twittagessen, als zur Verabredung irgend-
welcher krummen Sachen.
Prima Sache!
08:31
Twitter, Facebook und co gehen mir so dermaßen auf den Geist. Mir kommt es so vor, als haben die Jugendlichen heutzutage kein echtes Leben mehr. Was ist denn mal mit richtig treffen, anrufen um einen Termin zu vereinbaren, mal vorbeigehen? Wenn man denen das Internet wegnimmt, sterben die sicher wie eine Blume, die nicht gegossen wird.