Venenleiden im Einzelhandel besonders häufig

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Beschäftigte im Einzelhandel tragen ein erhöhtes Risiko, an Venenleiden zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie der BKK vor Ort.

Die Krankenkasse (780 000 Versicherte) mit Sitz an der Universitätsstraße ist Mitglied der Interessengemeinschaft Boulevard/Brückviertel. „Im Rahmen des Gesundheitsforums auf dem Boulevard im Juni wollten wir einmal genau wissen, welche Folgen das dauernde Stehen im Einzelhandel hat“, berichtet BKK-Sprecher Dietrich Hilje.

60 Mitarbeiter nahmen das Angebot wahr und beteiligten sich an zwei Tagen an einem Venen-Screening. Die Resultate sind laut BKK alarmierend. Bei jedem zweiten Beschäftigten stellte der untersuchende Arzt eine behandlungsbedürftige Erkrankung der Venen (u.a. Krampfadern und Besenreiser) fest. „In vier Fällen hielt der Arzt eine Behandlung sogar für dringend erforderlich“, so Hilje.

Die BKK sehe sich durch die Studie in ihrer Sorge bestätigt: „Das permanente Stehen und die meist nur eingeschränkten Möglichkeiten für Bewegung und Gymnastik während der Arbeitszeit hinterlassen deutliche Spuren.“ Mit steigendem Alter nehmen Häufigkeit und Schweregrad zu. Gerade für ältere Beschäftigte sei daher das frühzeitige Erkennen von Venenleiden wichtig.