Unterwegs in erstarrten Bildwelten

Unter dem Motto „Realität und Fiktion“ begibt sich der Kunsthistoriker Thomas Hensolt am Samstag (20.6.) um 15.30 Uhr im Kunstmuseum, Kortumstraße 147, in der Reihe „Im Fokus“ gemeinsam mit Besuchern auf eine rund einstündige Spurensuche in den Bildern von Catalina Pabón. Die kolumbianische Künstlerin ist aktuell mit ihrer sehenswerten Ausstellung „Erstarrte Wirklichkeiten/ Worlds apart“ in Bochum vertreten (die WAZ berichtete).

Auf den ersten Blick wirken die Arbeiten Pabóns düster und feindselig. Erst bei genauerem Hinsehen eröffnen sich in den menschenleeren und bisweilen kargen Landschaften traumhafte Ausblicke, die dem Betrachter seltsam bekannt und doch fremd erscheinen. Mit ihren zumeist großformatigen Schwarzweiß-Gemälden scheint die in Berlin lebendes Malerin das Bild der spießbürgerlichen und verkitschten Landschaftsmalerei zu revolutionieren. So stehen die in Pastell und Öl gemalten Felsen und Schluchten einerseits für sich selbst, verweisen aber andererseits auch immer auf das menschliche Sein.