Unternehmen melden Auftragseinbrüche von bis zu 60 Prozent
15.04.2009 | 12:28 Uhr 2009-04-15T12:28:00+0200
In einigen Betrieben ruht die Arbeit zur Zeit sogar komplett. Gewerkschaft will Arbeitsplätze sichern.
„Auf diese Krise konnten wir uns nicht vorbereiten”, Thomas Rosenke, stellv. Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Westfalen schildert die Situation zum Teil noch düsterer, als die jetzt veröffentlichen Zahlen des Bundesamtes für Statistik erahnen lassen. „Es gibt Firmen, die haben Auftragsrückgänge von bis zu 60 Prozent zu verkraften”, sagt Rosenke. In einigen Betrieben ruht die Arbeit zur Zeit sogar komplett.
Ächzen unter der Krise
Vor allem die mittelständischen Metall- und Maschinenbaubetriebe der Region ächzen unter der Krise. Bis zu 90 Prozent der rund 360 im Arbeitgeberverband organisierten Unternehmen gehören dem Mittelstand an. Rosenke geht davon aus, dass bis zu einem Drittel der Mitgliedsunternehmen unter der weltweiten Depression leiden. Wie berichtet, sind im Bezirk der Bochumer Agentur für Arbeit kanpp 12 000 Beschäftigte in Kurzarbeit, Tendenz steigend.
Kurzarbeit reicht nicht aus
Es gibt aber bereits Unternehmen, die erkennen, dass das Mittel Kurzarbeit nicht ausreichen wird, um die Krise abzureiten. Dies bestätigt der Arbeitgeberverband: „Es gibt Mitgliedsbetriebe, die bereits über betriebsbedingte Kündigungen verhandeln”, so Rosenke.
Lohnforderungen nur im Hintergrund
Die IG Metall, sonst immer schnell dabei in der Wahl von kämpferischen Formuliereungen, wurde von der Wirklichkeit eingeholt: „Unsere Hauptaufgabe ist es derzeit, die Sicherung von Arbeitsplätzen zu erreichen”, so der Bochumer Gewerkschaftssekretär Dirk Koch. Die Lohnforderungen sind dabei völlig in den Hintergrund getreten, was der am Dienstag getroffene Abschluss für die Eisen- und Stahlindustrie zeigt.
Der Geschäftsführer einer ins Trudeln geratenen Bochumer Maschinenfabrik räumte der Gewerkschaft gegenüber offen ein, dass es bald keine Alternative zu Kündigungen mehr gebe. Das tue besonders weh, da einmal entlassene Facharbeiter nur schwer wieder am Arbeitsmark zu bekommen seien, wenn es wieder bergauf gehe.
Beratung beim Aufstellen von Sozialplänen
Der Arbeitgeberverband, der seine Mitgliedsfirmen in dieser Zeit insbesondere beim Aufstellen von Sozialplänen und Änderungen bei bestehenden Tarifverträgen berät, schaut besonders auf die Entwicklung bei Opel. Zu den etwa 5500 bei dem Autobauer beschäftigten Mitarbeitern kommen noch einmal soviele Arbeitnehmer, die in der Zuliefererindustrie in Bochum und den Nachbarstädten arbeiten. „Wenn bei Opel tatsächlich die Lichter ausgehen, dann wird es zappenduster”, schwant es Rosenke.
- Kommentar: Ausgebremst

17:20
Huch, wird jetzt hier auch Werbung geschaltet?
16:47
Die Zeiten sind schlecht, soviel steht fest. Sie müssen für den einzelnen Betrieb aber nicht schlecht bleiben. Durch intelligente Konzepte und eine Abkehr vom Kirchturmdenken sind Lösungen denkbar. Eine dieser Lösungen könnte die Zusammenarbeit im Wittener Business Club sein. Hier treten Unternehmen als Lieferant von Waren und Dienstleistungen sowie als deren Nachfrager auf. Sie können dort auch Beratungsleistungen und Dienstleistungen in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Organisation erhalten. Kontakte in ca. 50 Länder der Erde bieten einen riesigen Absatz- bzw. Einkaufsmarkt. Als Werbeplattform dient die Homepage des WBC (http://home.arcor.de/ralf.wendland/Index.html), auf der ganzjährig und 24 Stunden pro Tag Werbeanzeigen geschaltet werden können. Viele Firmen konnten sich von dem Konzept bereits überzeugen, in dem sie Aufträge erhielten, von denen sie sonst nie gehört hätten.
13:29
Was das Volk alles so zu schreiben hat, diese Kommentare, ne,das ist wirklich nicht lesenswert.
08:33
Rosenke ist kein Schwarzseher, sondern ein Halbblinder. Es gibt auch Unternehmen des Anlagenbaus, die seit September 2008 keinen Auftragseingang mehr haben... und zappenduster ist es in Bochum schon lange... mit und ohne OPEL.
Es gibt in Bochum eine unheilieg Allianz aus unfähigen Managern in den wenigen, verbliebenen Industrieunternehmen und in der Stadtspitze (Ottilie Scholz und ihr Gefolge).
Also beste Voraussetzung dem Osten unseres Vaterlandes den Rang abzulaufen und in der Arbeitslosenstatistik ganz vorn mit dabei zu sein....
Da nützen auch die immer neuen Masterpläne nix mehr ... man sollte schnell damit beginnen, Ottilie Scholz abzuwählen und ihren Sozi-Filz gleich mit...
Vielleicht hat Bochum dann eine bessere Perspektive...