Uni-Forscher entwickeln spezielle Sonde

Foto: DAMIAN GORCZANY

Ingenieure der Ruhr-Universität haben eine Sonde entwickelt, mit der sich die Dichte eines Plasmas bestimmen lässt. Dieser Parameter ist für industrielle Beschichtungsprozesse wichtig. Bislang gab es jedoch kein Messgerät, das in Beschichtungskammern zuverlässig funktionierte. Ein Team aus vier Lehrstühlen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik ließ sich daher ein neues Messprinzip einfallen und hat bereits ein entsprechendes Messgerät gebaut.

Um die sogenannte Multipol-Resonanz-Sonde zu optimieren, erhalten die RUB-Forscher im Rahmen des Verbundvorhabens „PluTO+“ 1,3 Millionen Euro für drei Jahre, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitstellt.

Die Sonde sendet eine Sequenz kurzer Impulse. Das Plasma reagiert auf diese Impulse mit seinen charakteristischen Schwingungen, die die Sonde wieder aufnimmt. „Es ist, als würde man mit einem Klöppel auf eine Glocke schlagen“, sagt Prof. Ralf Peter Brinkmann vom Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik. Der Schlag mit dem Klöppel entspricht dem Impuls; die Glocke reagiert mit ihrer charakteristischen Schwingung.