Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes wird verschoben
02.09.2009 | 16:23 Uhr 2009-09-02T16:23:00+0200Haushaltssicherungskonzept: Stadt muss Investitionsliste mit Bezirksregierung abstimmen
Sabine Vogt
Die klamme Finanzlage der Stadt hat auch städtebauliche Konsequenzen. Der geplante Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes muss verschoben werden.
„Wir haben das Haushaltssicherungskonzept und müssen jetzt sehen, ob wir dieses Vorhaben unterbringen können. Die nächste Investitionsliste gleichen wir mit der Bezirksregierung Arnsberg ab. Was danach realisiert werden kann, hängt vom Spielraum ab”, erklärt Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch auf Anfrage.
Geplant ist seit langem, die Renovierung des KAP in diesem Herbst zu beginnen, sobald im Bermuda-Dreieck die Stühle hereingeholt sind. Sicher ist nun, dass der Termin nicht gehalten werden kann. Das sei bislang kein Problem, meint der Baudezernent. Die Verwaltung will an einem zeitnahen Umbau festhalten.
Eckart Kröck, Leiter des Planungsamtes, ergänzt, der Bewilligungsbescheid für die Landesmittel liege zurzeit nicht vor und werde zum Jahresende erwartet. Wenn der Umbau jetzt zurückgestellt werden muss, soll versucht werden, die Landesförderung für einen späteren Zeitpunkt sicherzustellen. Die Kosten für den Oberflächen-Umbau liegen bei 650 000 Euro (einschließlich Brunnenneubau), der Landesanteil beträgt 445 000 € und die Stadt soll 205 000 Euro tragen.
Die Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes sollte direkt auf die Renovierung der südlichen Kortumstraße folgen, die im Frühjahr dieses Jahres im Kneipenviertel abgeschlossen werden konnte. Am Platz ist vorgesehen, die fest installierte Bühne zu versetzen in Richtung Straße, auch die Zufahrt zum 24-Stunden-Parkhaus soll Veränderungen erfahren. Die Fragmente der ehemaligen Tankstelle sollen verschwinden. In der Parkhaus-Passage sehen die Pläne Platz für einen weiteren Laden - ob Gastronomie oder Gewerbe - vor. Die Umbauarbeiten sollen den Platz optisch erweitern. Auch der vorhandene Brunnen wird auf dem neuen Platz nicht mehr plätschern, wenn auch Wasser bleiben soll: Düsen-Fontänen gelten als hygienischer und moderner. Eine 1,20 m hohe, nachts beleuchtete Hecke schirmt die Sitzgruppen zur Fahrbahn ab.
Insgesamt sollen Lichtstelen die Beleuchtung auf dem Platz ersetzen, dies Hand in Hand mit dem Projekt „Bermuda-Licht”. Für die Licht- und Bühneninstallation „Impulse” von Lars-Meeß-Olsohn hatte sich Bochum erfolgreich beworben beim Wettbewerb „StandortInnenstadt NRW”. Das Land will das Lichtobjekt des Velberter Architekten (Kosten 145 000 Euro) zu 80 Prozent fördern.

13:57
Schon mal was von Wirtschaftsförderung gehört #3 und 4??? Der Begriff passt ja nun wirklich auf die Gastronomie :-).
07:24
Sehe es wie habbichheutenich.
Ich meine mich auch zu erinnern, dass die Gastronomen im 3Eck mehrmals dafür gesorgt haben, dass die Renovierungsarbeiten verschoben wurden, weil sie Einnahmeverluste befürchteten. Jetzt ist halt kein Geld mehr da.
20:18
Was tut denn die angrenzende Gastronomie dazu, die den Platz ja wohl hauptsächlich nutzt?
18:31
Wusste gar nicht dass der KAB-Platz sanierungsbedürftig ist - da gibt es in Bochum schlimmere Ecken!
16:36
Klasse Idee, wenn dann das Konzerthaus in Angriff genommen wird, dann kommt endlich mal etwas Leben und Kultur in dieses Viertel. Die Drogenberatungsstelle oder der Drogenspritzraum sollten dann auch noch verschwinden, da dies nun wirklich nicht in diese Umgebiung gehoert.