U-Bahn-Schläger (19) bekam 27 Monate Jugendhaft
22.06.2009 | 17:39 Uhr 2009-06-22T17:39:00+0200Auch Bochum hat einen U-Bahn-Schläger, der lange in den Knast muss. Zwei Jahre und drei Monate Jugendstrafe lautete das Urteil des Bezirksjugendschöffengericht am Montag.
Der arbeitslose 19-Jährige hatte am 17. Februar 2009 mit einem Mittäter einen gleichaltrigen Bekannten auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Oskar-Hoffmann-Straße aus nichtigem Anlass so stark getreten und geschlagen, dass dieser bewusstlos wurde. Kurz nachher, als das Opfer wieder bei Sinnen war, wurde es bedroht. „Sie sagten, ich soll sie nicht anzeigen, sonst würde ich den nächsten Tag nicht überleben.”
Parallelen zu Münchner U-Bahn-Verbrechen
Seit mehreren Monaten sitzt der 19-jährige Täter bereits im Jugendknast in Iserlohn. Richter Dirk Fettback zog Parallelen zu der - viel schlimmeren - Tat in einer Münchner U-Bahn Ende 2007 (achteinhalb und zwölf Jahre Haft), als zwei Täter einen Rentner fast totgetreten hatten. Fettback: „Das passierte hier ähnlich.”
Im jetzigen Urteil wurde auch eine Gewaltattacke gegen einen Polizisten mitbestraft. Denn nur wenige Stunden nach der U-Bahn-Tat hatte er in der Verteilerebene des Bochumer Hauptbahnhofs Passanten angepöbelt. Als er von Polizisten festgenommen und in einen Peterwagen verfrachtet wurde, wehrte er sich so rabiat, dass einem Beamten der Finger brach. Auch pinkelte der Täter in das Polizeiauto. Er hatte vor den Taten viel Alkohol getrunken und einen Joint geraucht. Erst einen Monat zuvor hatte er eine Erzeihungs- und Besserungsmaßnahme, die die Jugendgerichtshilfe für ihn in Rumänien organisiert hatte, abgebrochen. Weil er keine Lust mehr hatte. Wegen Gewalt war er massiv vorbestraft.
"Es war kacke, auf deutsch gesagt"
An die U-Bahn-Taten will er sich nicht erinnern können - weil er damals viel Alkohol getrunken und einen Joint geraucht habe. Trotzdem sagte er: „Es tut mir leid. Es war kacke, auf deutsch gesagt. Ich wollte es nicht. Ich hatte mich nicht unter Kontrolle.”
Sein Anwalt wollte Bewährung. Das war für Richter Dirk Fettback aber nicht diskussionswürdig. „Man hätte auch drei Jahre sagen können - Ende, Aus, Feierabend.”

20:47
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19:01
Wo muss ich wen verprügeln, um möglichst günstig davonzukommen?
Im München gab es 8 und 12 Jahre, in Bochum 27 Monate.
Wer bietet weniger?
Verlange so 5 Sozialstunden auf Bewährung, oder so...
Liebe unabhängige Justiz, ein Versuch wird wie die Tat bestraft, so steht es im Gesetz.
Versuchter Mord == Mord == lebenslängliche Haft; nicht 12 oder 8 Jahre, und auch nicht 27 Monate.
Aber selbst lebenslänglich ist nich mehr das, was es mal war ....
17:47
Warum ist die Kommentarleiste in dem Bericht Polizist auf Bahnsteig in Wesel brutal verprügelt von Euch geblockt.
Gibt es keine freie Meinungsäußerung mehr bei der WAZ/NRZ??? Eine sachliche Diskussion sollte doch noch möglich sein.
Traurig, traurig
14:19
Fettback: „Das passierte hier ähnlich.”
^^ *gröhl* Fettback - nee is klar, nä
04:28
Viel zu wenig.Knast in Rumänien absitzen und nie wieder nach Deutschland.
22:30
27 Monate sind noch viel zu wenig.