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Berufsbildungsmesse

Traumjobs auf den Zahn gefühlt

06.10.2011 | 00:00 Uhr
Traumjobs auf den Zahn gefühlt
Am ersten Tag der Berufsbildungsmesse im Ruhrcongress Bochum informierte sichLuca Cohrs (14) bei Margit Kirchhoff von der Zahnärztekammer über den Beruf Zahnarzt. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Bochum. Edgar Pferner von der Kreishandwerkerschaft ist nicht zu bremsen. Wie der geborene Animateur preist er die Vorzüge des Friseurberufs, ermuntert junge Leute, am Modellkopf Frisuren zu kreieren. Auch Mine Bilen hat sich überreden lassen.

„Aber nur so zum Spaß. Friseur wollte ich früher mal werden. Heute weiß ich, ich möchte in die Gesundheit.“ Die 16-jährige Schülerin besucht die Albert-Schweitzer-Schule in Langendreer und sagt: „Ich will Kinderkrankenschwester werden.“

Mit ihren Freundinnen stöberte die Jugendliche am ersten Tag über die Berufsbildungsmesse „Was geht“ im Ruhr-Congress. Bringt die Messe überhaupt irgendwas? „Durchaus“, sagt Fulya Yildirin (15), und schwenkt ihre Beutel, prall gefüllt mit Info-Material. Auch sie möchte später in den Gesundheitssektor und hat sich bei Krankenhäusern eingedeckt. Berivan Toku (16) will Sekretärin werden. Auch sie versichert, auf der Messe fündig geworden zu sein, was Hintergründe zu diesem Job angeht.

Die Berufsbildungsmesse findet zum vierten Mal im Ruhr-Congress statt und wird am heutigen Donnerstag fortgesetzt. 120 Aussteller präsentieren sich, wobei das Obergeschoss den Universitäten, Hochschulen und dem Ingenieurforum vorbehalten ist. Am Eingang stehen Scouts bereit, um die Jugendlichen durch die Fülle der Angebote zu leiten. Ununterbrochen strömten am ersten Tag Schüler herbei, nicht allein aus Bochum, sondern auch aus Witten, Hattingen und Herne, in Begleitung ihrer Lehrer.

Im großen Saal geht es nicht allein um Berufsfindung der jungen Leute; die Firmen brauchen Nachwuchs, wissend, dass der demografische Wandel sie vor neue Herausforderungen stellt. Dienstleister, Industrie, Handwerksbetriebe und öffentlicher Dienst buhlen um Auszubildende. Darunter die Bundeswehr, der das Bochumer Friedensplenum mit Plakaten („Kein Werben fürs Sterben“) auf die Pelle gerückt war.

Der Großteil der Schülerinnen und Schüler zeigt sich interessiert und lässt sich an den Messeständen in Berufsfelder einführen, was zumeist anschaulich und praxisorientiert passiert. Dass Stahlverarbeitung auch heißen kann, Maschinen zu konstruieren, die Pfefferminzbonbon-Döschen automatisch befüllen und verschließen, sorgt für Trauben um den Stand.

Im Obergeschoss ging es etwas ruhiger zu. Die Hochschule für Gesundheit weckt viel Interesse, allein, weil sie noch so neu ist. „Viele interessieren sich für Gesundheitsberufe und sind sehr angetan, wenn sie den Unterschied zur normalen Ausbildung erfahren. Doch die meisten Besucher sind in der Sekundarstufe I, da ist ein Studium noch zu weit weg“, sagt Andrea Bertelsbeck. Vera Evelt ergänzt, dass vor allem Hebammenkunde stark nachgefragt werde.

„Ciao, Stau“: Damit lockt der Lehrstuhl für Verkehrswesen, Planung und Management der Ruhr-Uni. Am PC simuliert Dipl.-Ingenieur Jan Lohoff mit jungen Leuten Wege aus dem Stau. „Wir haben einen Streckenabschnitt auf der A 40 genommen, für den Lösungen gesucht werden, etwa Zuflussregelungen über Ampeln oder zusätzliche Zufahrten“, erklärt Christian Markhoff.

Sabine Vogt

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Kommentare
06.10.2011
16:42
Traumjobs auf den Zahn gefühlt
von ro-fisch | #1

Der größte Hingucker war jedoch die Auftaktveranstaltung mit der Oberbürgermeisterin und der Auftritt einer sogenannten Friedensbewegung. Mehr kann man wohl nicht falsch machen. Danke Herr Mehring, dass Sie so aktiv dafür gesorgt haben, dass politische Unkorrektheiten solchen Schatten bereits zu Beginn der Veranstaltung für ein ungutes Gefühl sorgten. Bemerkenswert hierbei ist jedoch auch, dass die Störenfriede vom Leiter des Jugendamtes einen kostenlosen Standplatz auf der Messe erhalten haben. Die Oberbürgermeisterin sollte sich langsam Gedanken zu solchen Führungskräften machen, die sicherlich - auch mit Grünem Parteibuch - kein Aushängeschild sind und disziplinarische Maßnahmen in Erwägung ziehen.

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