Traum vom Gold geplatzt
20.06.2007 | 09:24 Uhr 2007-06-20T09:24:43+0200Finalrunde der Billard-Play-Offs im Zeichen des vielfachen Wechsels
Weitmar. Bei der vierten Auflage der Play-Offs um die Deut- sche Billard-Mannschaftsmeisterschaft gab es eine Premiere: Erstmals gewann nicht der Ausrichter, nachdem 2004 Hilden auf eigenen Tischen, 2005 und 2006 der DBC Bochum im Billardzentrum Am Holtkamp 36 reüssierte.
Beim Rekordmeister DBC waren sie mit der Niederlage nicht glücklich, die Hildener dagegen gerieten außer sich vor Freude, war es doch die letzte Gelegenheit, mit dem bereits "ausverkauften" Team noch mal einen Titel zu holen. Vorsitzender Hardy Gennrich war in den Finalpartien durch die Hölle gegangen, als sich seine Spieler endlich durchrangen, gut zu spielen und sich den Titel zu schnappen.
Schon vor Beginn der Play-Offs hatte er seinem Team gedankt, das sich in der kommenden Saison zu drei Vierteln in Bochum wiederfinden wird. Über zehn Jahre hatten die Hildener mit dem DBC Bochum die Technik-Bundesliga dominiert. Dass der Hildener "Präsi" einen Kloß im Hals hatte, war unüberhörbar.
Den hatte auch DBC-Geschäftsführer Paul Kimmeskamp, der um eine Schweigeminute für seinen überraschend verstorbenen Weggefährten Dieter Baumbach und das DBC-Mitglied Rüdiger Kuhlmann bat.
Die Goldmedaillen hatte Manfred Danlowski, der Schatzmeister des Billardkreises Ruhr-Emscher, am Tresen abgegeben. Dort lagen sie neben einer Flasche Pils und warteten auf ihren Einsatz auf einer Bochumer Brust - was ja nichts wurde, wenn man davon absieht, dass die Hildener Meister Sven Daske (für den TuS Kaltehardt), Patrick Niessen und Wolfgang Zenkner (für Weitmar) für Bochum spielen werden.
Ohne Stadtrat Gerd Kirchhoff, der in den Ruhestand gehen wird, gehen Play-Offs nicht über die Bühne. Er traf den pensionierten Sportamtsleiter Walter Mahlendorf, der sich nach langer Enthaltsamkeit wieder im Billardzentrum sehen ließ.
Zur Siegerehrung nach dem hartem Kampf zwischen Hilden und dem DBC war auch OB Dr. Ottilie Scholz gekommen - und natürlich Dietmar Greger, der neue Präsident der Deutschen Billard-Union. Sie alle fanden lobende Worte für Sieger wie Unterlegene. Gern wurde daran erinnert, dass in den Halfinalpartien Weltklasse-Billard gespielt worden war. Die Finalisten hatten bei ihren Kantersiegen über Weitmar 09 und den BSC Bergisch-Gladbach ihr Pulver früh verschossen, denn das Endspiel ein eher verkrampfter Kampf.
Nach der Siegerehrung verkündete dann überraschend Gerd Kirchhoff, dass dies seine letzten Play-Offs in offizieller Funktion waren und verabschiedete sich mit einem Getränk für alle.SPORT VOR ORT

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