Tödlicher Autounfall mit Handy wird vor Gericht verhandelt

Zwei Tote und zwei Schwerverletzte forderte dieser Unfall im März des vergangenen Jahres in Langendreer.
Zwei Tote und zwei Schwerverletzte forderte dieser Unfall im März des vergangenen Jahres in Langendreer.
Foto: Karsten John
Zwei Menschen starben bei einem schlimmen Unfall auf der Hauptstraße in Bochum-Langendreer. Die mutmaßliche Verursacherin soll abgelenkt gewesen sein.

Bochum/Witten.. Eine Autofahrerin aus Witten muss sich wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung ab dem 16. März vor dem Bochumer Amtsgericht verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihr ein Strafrahmen zwischen einer Geld- oder einer mehrjährigen Freiheitsstrafe. Für den Prozess sind zunächst zwei Verhandlungstage angesetzt.

Einer der schlimmsten Unfälle des vergangenen Jahres wird damit juristisch aufgearbeitet. Die Beschuldigte, zum Tatzeitpunkt 46 Jahre alt, war an einem Dienstag, dem 4. März des vergangenen Jahres, gegen 13 Uhr auf der Hauptstraße in den Gegenverkehr geraten. Sie kollidierte zunächst mit einem 60-jährigen Motorradfahrer aus Bochum und prallte dann frontal in den Wagen eines Paares, das ebenfalls aus Bochum kam. Die 77-jährige Beifahrerin erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass sie noch am gleichen Tag im Krankenhaus starb. Der 86-jährige Fahrer schwebte nach dem Unfall ins Lebensgefahr, wurde drei Tage intensivmedizinisch behandelt. Schließlich konnten die Ärzte auch sein Leben nicht mehr retten.

Wie der beteiligte Motorradfahrer wurde auch die mutmaßliche Unfallverursacherin schwerst verletzt. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll sie nach dem Empfang einer SMS auf ihrem Handy abgelenkt worden sein, was zum Verlust der Kontrolle über ihren Wagen führte. Der Motorradfahrer wird den Prozess als Nebenkläger verfolgen.