Tierquäler aus Bochum darf keine Tiere mehr halten
12.03.2013 | 18:04 Uhr 2013-03-12T18:04:00+0100
Bochum/Witten. Der wegen Tierquälerei angezeigte Tierhalter aus Bochum hat am Dienstag im Rathaus den Besitz aller überlebenden Schafe und des einen Ponys an die Stadt übergeben. Er meint, dass ihm die Versorgung der Tiere über den Kopf gewachsen sei. Die Stadt verbietet ihm jede weitere Tierhaltung.
Dem Tierhalter, der auf einem Freizeitgrundstück in Bochum-Langendreer zahlreiche Schafe und zwei Ponys unter unsäglichen Umständen verwahrlosen und abmagern ließ, so dass sie teilweise elendig verendeten, war wohl total überfordert. Gegenüber der Stadt erklärte er, dass ihm die Pflege der Tiere über den Kopf gewachsen sei. Er zeigte Einsicht in seine Versäumnisse.
Der ältere Herr war am Dienstag erneut ins Rathaus zitiert worden, nachdem er einer Ladung für Montag nicht gefolgt war. Die Stadt teilte ihm nun auch schwarz auf weiß mit, dass er keine Tiere mehr halten darf. Und sie ließ sich von ihm schriftlich den Besitz der Tiere übertragen.
Es geht um neun Kamerunschafe und ein Pony namens „Kingkong“. Die sind seit dem vorigen Donnerstag, als das Tierdrama entdeckt worden war, auf dem Trantenrother Hof in Witten-Heven untergebracht. Dieser hatte sich als Zufluchtspflegestätte spontan angeboten. Zehn weitere Tiere von dem Gelände in Langendreer waren zu diesem Zeitpunkt bereits tot: Ein Pony und zehn Schafe beziehungsweise ihre Lämmer lagen unterernährt auf dem Gelände oder waren in Mülltonnen gestopft worden. Ein Lamm, das auf diesem von Kadavergestank und Müll durchsetzten Gelände überlebt hatte, starb in der Nacht darauf an Schwäche. Eine Mitbetreiberin des Hofes, Nina Poll, hatte das Kleine extra mit in ihre Wohnung genommen und aufzupäppeln versucht, konnte es aber nicht mehr retten.
Bürgerin spendet 50 Euro
Der Verbleib der neun Kamerunschafe und des Ponys Kingkong ist noch ungeklärt. Der Hof soll aber signalisiert haben, einige Tiere dauerhaft zu behalten. Auch mehrere andere Bürger sollen sich bei der Stadt angeboten haben, einige Tiere bei sich aufzunehmen.
Nach dem Wirbel um verendete Tiere auf einem vermüllten Pachtgrundstück in Langendreer hat die Stadt zum dritten Mal den Pächter kontrolliert. Sie will dem Mann nun die Tierhaltung untersagen. Der Bescheid soll in den nächsten Tagen rausgehen, sagte die Bochumer Rechtsdezernentin.
Geld gespendet wird ebenfalls. Die Bochumerin Gisela Greulich-Krtschil will dem Bauernhof 50 Euro schenken für Futter und Pflege.
Die Stadt hat mittlerweile drei der tot aufgefundenen Schafe im Labor untersucht. Die Todesursache ist nicht 100-prozentig klar, alle waren aber von einem schlechten Ernährungszustand gezeichnet.

15:35
Nichts daraus gelernt. Tiere sind vor dem Gesetz eben eine Sache.
Und hier wird der Fall auch als romantisch verklärtes Schicksal abgetan.
20:34
das Verbot ist doch albern. Eine richtige harte Strafe muß her. Mit dem Verenden der Tiere hat er doch bewiesen , daß er keine Tiere mehr haben will.
19:00
Zitat:
"Der ältere Herr..."
Der Tierquäler ist kein Herr!
Sollte sich der Verfasser des Artikels Herr Kiesewetter mal Gedanken machen!
18:37
..der wird jetzt von der Arge bestimmt zum Altenpfleger umgeschult...
18:28
... und anstatt sich ( und den Tieren) Hilfe zu holen, stopft er die Kadaver in die Tonne und läßt die anderen weiter hungern ? !
... er folgt nicht der Ladung, zeigt dann aber Einsicht.
Überzeugend ist das alles nicht !!
Das Verbot der Tierhaltung ist ein absolutes Muss, gut so !!!
... auch die richterliche Auflage einer Therapie wäre sinnvoll !!!
Von Amt wegen muss nur noch sichergestellt werden, dass der Herr sich auch dran hält !! Regelmäßige Kontrollen müssen sein, ebenso eidesstattliche Versicherungen, dass keine anderen Grundstücke angepachtet wurden und keine Tiere Dritten überschrieben wurden.
... Habn wir alles schon gehabt, mit ähnlich schrecklichem Ende für die Tiere !!!
Ja, hoffentlich erfolgt eine ständige Kontrolle bei diesem Schw......!