Tierpark Bochum hat süßen Nasenbären-Nachwuchs
29.05.2010 | 09:05 Uhr 2010-05-29T09:05+0200Bochum. Die putzigen Nasenbären im Tierpark Bochum haben wieder Nachwuchs. Ab Sonntag tollen die 14 Jungtiere das erste Mal im Freigehege. Pünktlich zum Familientag im Zoo.
Ein Männchen, sechs Weibchen und seit neuestem 14 Junge – Seit 2008 sind die Nasenbären im Tierpark Bochum der Renner. Pünktlich zum Familientag am Sonntag, 30. Mai, werden die rund acht Wochen Alten Bären nun ins Freigehege gelassen. „Das wird ein wahrer Publikumsmagnet“, war sich Dr. Wilfried Werner vom Tierpark sicher.
Erst nach und nach trauten sich die kleinen Raubtiere ins Freie. Doch bereits nach fünf Minuten tollten sie über die Kletterbäume als hätten sie nie etwas anderes gemacht und steckten ihre kurzen Nasen überall hinein. „Die wachsen noch“, versprach Werner, während er einer der Mütter ein Stück Banane unter die biegsame Schnauze hielt. Bärta, Britta, Bärbel und Bianca heißen die stolzen Muttertiere, die 14 Jungen haben noch keine Namen. Dafür sei ein Wettbewerb geplant, so Werner, für 14 Namen brauche es eine ganze Menge Fantasie.
Sonntag beginnt der große Besucheransturm
Nun hat die Bärengroßfamilie Zeit bis Sonntag, um sich auf den ganz großen Besucheransturm vorzubereiten. 40 Bochumer Organisationen stellen beim Familientag ihre Familienangebote vor und Informieren darüber. Bereits zum 30. Mal findet die Veranstaltung nun im Tierpark statt. Ursprünglich eine landesweite Aktion, ist der Park nun die letzte Bastion für diese Veranstaltung – „Und wir haben jedes Jahr mehr Besucher hier“, freute sich Werner. Kein Wunder, denn neben Infoständen lockt vor allem das bunte Unterhaltungsangebot: Musikschulen führen ihr Können vor, Tanzschulen fordern zum Mitmachen auf und Akrobaten spucken Feuer und jonglieren. Natürlich geben auch die Tierparkmitarbeiter alles: Greifvögel werden präsentiert, Sinnesparcours angeboten und Tiere gefüttert, Haie, Seehunde und natürlich die Nasenbären.
Tatsächlich sind die kleinen putzigen Nasenbären Raubtiere. Allerdings fressen sie nicht nur kleinere Tiere und Insekten, sondern haben auch eine Vorliebe für Früchte – vor allem für süße und matschige. Im Zoo können die Kleinbären bis zu 15 Jahre alt werden. Im ursprünglichen Lebensraum in Südamerika sterben sie deutlich früher. Die Männchen sind Einzelgänger, die Weibchen leben mit den Jungen in Gruppen. Besonders wichtig für den Tierpark Bochum ist, Nasenbären sind – im Gegensatz zu Verwandten – tagaktive Tiere.
„Ihre Lieblingsspeise sind gekochte Eier“, verriet Tierpflegerin Nadine Klein. Mittagsschlaf schienen sie nach dem Essen nicht zu benötigen. Mit hochgerecktem gestreiftem Schwanz erkundeten sie alle Winkel, liefen in kleinen Karawanen über die Baumstämme und kletterten sogar an den Seilen entlang. Klar, dass der eine oder andere mal hinunter purzelte, aber schnell rappelten sich die kleinen Bären wieder auf und versuchten es einfach noch einmal.
Kleinere Tiere mit Sympathiefaktor
Wer sich wundert, warum diese putzigen Tierchen hinter so dicken Panzerglas herumtollen, „sollte nicht vergessen, dass es Raubtiere sind“, scherzte Werner. Es liegt ganz einfach daran, dass die kleinen Südamerikaner das ehemalige Braunbärengehege bewohnen.
Seit einigen Jahren setzt der Tierpark auf kleinere Zootiere mit hohem Sympathiefaktor. „In den nächsten zwei Wochen werden die Nasenbären Konkurrenz im Kampf um die Herzen der Besucher bekommen“, meinte Werner. Allerdings sei es noch geheim, welcher neue Gast demnächst auf die Zoogäste wartet.
10:02
Im Sommer noch Zuschauermagneten, im Winter nur noch Ballast – das ist das Schicksal vieler Tierbabys in europäischen Zoos. Kommt der Nachwuchs erst einmal in die Pubertät, ist in den elterlichen Gehegen kein Platz mehr. So enden hunderte Jungtiere, sogenannter „Überschuss“, über dubiose Tierhändler in schlechter Haltung, in Jagdgehegen, als Artisten im Zirkus oder verschwinden einfach spurlos.
13:48
Wenn ich all die in Wohnblocks zusammengepferchten Menschen - zB in Querenburg oder etwa in der Krümmede - sehe, wäre ich gerne ein Nasenbär.
12:48
Die sind echt süß. Erinnert mich an unseren letzten Urlaub in Mexiko. Die Tiere hier sehen aber viel gesünder aus, als die wilden in unserer Hotelanlage...
11:54
@saschas stimmt , habe gehört , das ältere Tiere auch als Futtertiere verarbeitet werden.
Bin sowieso dafür , das Zoo`s abgeschafft werden.
Das hat mit artgerechter Haltung nix zu tun , wenn man weiss , wieviele Km z.b. ein Elefant macht auf der Futtersuche oder wie schnell Delfine oder Orcas werden können.Besonders schlimm ist für mich auch die Haltung von Gnus , Antilopen oder Zebras(Stadtzoos).
Sowas wird mittlerweile von mir boykottiert.
10:01
Zuckersüß! Hauptsache der Mutter geht es auch gut und hat alles gut überstanden! Viel Glück!
21:06
Hier gibt es jährlich süße Tiergeschichten. Ich wünsche den Autorinnen und Autoren, dass sie im nächsten Leben in den Genuss kommen, selbst als süßes und wohlumsorgtes Zootier die Jahre vorbeiziehen zu lassen.
20:44
Und was passiert mit den älteren Tieren? Wenn es in einem Zoo Nachwuchs gibt, dann werden die alten Tiere meist an Labors verkauft oder direkt getötet. Aber darüber liest man ja nichts...lieber macht man Werbung für den Nachwuchs...
16:26
die sind wirklich niedlich